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Ein Nest für die Glücksbringer

Zusammengearbeitet: Damit die von Jürgen Zielke (rechts) vorbereitete Nisthilfe exakt auf den Mastkopf passt, übernahm Imre Scheuringer die Feinjustierung.
Zusammengearbeitet: Damit die von Jürgen Zielke (rechts) vorbereitete Nisthilfe exakt auf den Mastkopf passt, übernahm Imre Scheuringer die Feinjustierung. © Foto: MZV
Rainer Herrmann / 24.11.2015, 18:27 Uhr
Manker (MZV) Noch vor dem Winter sollte es passieren - da waren sich alle einig. Der Storchenhorst auf dem alten Betonmast der Ortsfreileitung in Manker war wegen Absturzgefahr im Oktober dieses Jahres abgerissen worden. Jetzt bekam das Storchenpaar eine neue Nisthilfe.

Ursprünglich hatten die Störche 1994 ihr Nest auf einem Strommast gebaut. 2002, als die Freileitung durch Erdkabel ersetzt worden war, wurde der Mast mit dem Nistplatz gebaut. Aber eigentlich ruhte das Nest, das in nassem Zustand mindestens eine halbe Tonne schwer werden konnte, nur auf dem schmalen Mastkopf. Mit den Jahren war es gewachsen, hatte aber auf der Nordseite viele Zweige verloren, sodass der Schwerpunkt nicht mehr in der Mitte lag. Deshalb entschloss sich das Dorf, eine neue Nisthilfe für seine Glücksbringer zu errichten.

Der Chef der Agrar-GmbH Manker, Gerhard Linke, holte aus der Schrotthandlung Kränzlin ein altes, stählernes Wagenrad, dessen Kosten von Elke Wildt, Vorsitzende des Heimatvereins in Protzen, übernommen wurden. Jürgen Zielke "zauberte" daraus eine Nisthilfe und organisierte das Verzinken, dessen Kosten durch Spenden gedeckt werden konnten. Karolin Gaetke, Sarah Reppenhagen, Jamelia Schönemann und Leon Stoof von der Jugendfeuerwehr Manker flochten unter Leitung von Olaf Gaetke Weidenzweige zwischen die Speichen der Nisthilfe. Und am 21. November stand der Teleskoplader der Agrar-GmbH Manker mit Chauffeur Jens Behnke bereit, um Jürgen Zielke und Imre Scheuringer zusammen mit der vorbereiteten Nisthilfe auf Höhe des Mastkopfes zu hieven. In nur einer Stunde war alles unter den Augen der Jugendfeuerwehr und des Ortsvorstehers Wolfgang Gaetke montiert.

Aber Manker - wie auch die anderen Dörfer am Rande des Rhinluchs - hat genug Nahrung für weitere Storchenpaare. Deshalb hat Jürgen Zielke noch eine andere Nisthilfe auf einem ausgedienten Gittermast am anderen Dorfende in Arbeit. Der Standort ist perfekt, weil die Störche von allen Seiten frei anfliegen können. Bis zum nächsten Frühjahr soll eine Nisthilfe entstehen.

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