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Wassersportler sitzen auf dem Trockenen

Brian Kehnscherper / 01.12.2015, 17:34 Uhr
Flecken Zechlin (MZV) Der Wassersportverein (WSV) Flecken Zechlin ist derzeit heimatlos. Der alte Treffpunkt steht nicht mehr zur Verfügung, das erhoffte neue Grundstück noch nicht. Wird nicht bald Abhilfe geschaffen, fürchten die Mitglieder, nicht trainieren zu können.

Lange konnte der WSV das Grundstück der Bäckerei Janke nutzen, um dort die Trainingsgeräte zu lagern und die Boote in den Schwarzen See einzulassen. Da die Mitglieder ihrem Gastgeber aber nicht zur Last fallen wollten, suchten sie nach einem eigenen Gelände (RA berichtete). Dieses ist eigentlich auch schon in greifbarer Nähe. Rheinsbergs Verwaltung möchte mit der Forst einen Grundstückstausch aushandeln. Die Stadt bietet Waldflächen und möchte dafür von der Forst ein Areal am Wasser, das dem WSV zur Verfügung gestellt werden soll. Doch bisher sind die Verhandlungen zu keinem Abschluss gekommen.

"In letzter Zeit tut sich da überhaupt nichts mehr", sagt Marina Wesolowski. Sie ist Mitglied im Verein und Schwiegermutter des Vorsitzenden Daniel Wesolowski. Das Problem: Der WSV weiß nicht, wo er nun die Boote und Trainingsgeräte unterbringen soll. "Ein Teil liegt noch bei der Bäckerei Janke, ein Teil ist schon privat bei Mitgliedern eingelagert", so Wesolowski. Eine Dauerlösung sei dies aber nicht. Zudem ist an Trainingsbetrieb nicht zu denken. Im Winter halten sich die Wassersportler mit Kraft- und Ausdauertraining fit. Im Sommer geht es normalerweise auf den See. Aber der WSV weiß nicht, wo er seine Boote zu Wasser lassen kann, solange er kein Grundstück hat. Die öffentlich zugänglichen Stellen sind laut Marina Wesolowski ungeeignet.

Nach RA-Informationen handelt es sich bei dem Grundstück, das die Stadt gerne von der Forst haben möchte, um das ehemalige Ferienlager der Post bei Beckersmühle. Warum das Tauschgeschäft bisher nicht abgeschlossen worden ist, wollte Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) am Dienstag nicht verraten. "Zu Grundstücksangelegenheiten darf ich nichts sagen. Zwar sind die Forst und Verwaltung öffentliche Einrichtungen, das Geschäft befindet sich aber im privatrechtlichen Bereich", so Rau. Zu der Frage, warum sich das Geschäft so sehr in die Länge zieht, verwies Kämmerer Andreas Neubert darauf, dass es sich bei dem Areal nicht nur um ein Grundstück, sondern um mehrere handelt. Um keine zu großen Hoffnungen zu schüren, möchte die Verwaltungsspitze auch nicht terminieren, wann mit einem Abschluss zu rechnen ist. "Wir sind dabei, es vorzubereiten", so Neubert.

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