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Zwergenhof schließt zum Jahresende

© Foto: Stefan Csevi
Kerstin Unger / 13.12.2015, 07:50 Uhr
Meyenburg (MOZ) In diesem Sommer feierte die Kita Zwergenhof in Meyenburg ihr zehnjähriges Jubiläum mit einer ganzen Festwoche. Jetzt, ein halbes Jahr später, steht fest: Es war zugleich der letzte Geburtstag. Zum Ende des Jahres muss die Einrichtung schließen. Der Trägerverein "Leg los - werd groß" kann den Weiterbetrieb nicht mehr finanzieren.

Der Zwergenhof ist eine kleine, fast familiäre Kita. Nicht nur Familien aus Berkholz-Meyenburg, sondern auch aus Schwedt bringen ihre Kinder hierher. 14 Mädchen und Jungen haben die Einrichtung besucht. Probleme mit der Finanzierung gibt es schon seit einiger Zeit. Die Vorsitzende des Trägervereins, Marlies Helsing hatte im vorigen Jahr in einer Gemeindevertretersitzung auf die Problematik hingewiesen und um eine Zuschusserhöhung gebeten. Auch in diesem Jahr wurde ein Antrag auf einen höheren Zuschuss gestellt, um die Betreibungskosten für das Jahr 2014 decken zu können. Ein Minus von knapp 50 000 Euro steht zu Buche. In der Gemeindevertretersitzung am 15. Dezember liegt jedoch ein Beschlussentwurf vor, nachdem die Gemeinde für das Jahr 2014 nur einen erhöhten Zuschuss von 3703,24 Euro bezahlen wird. Begründet wird dies mit einer "Nichterfüllung der Kriterien der Sparsamkeit", die bei einer Prüfung der sparsamen Betriebsführung der Einrichtung festgestellt wurden.

Der Trägerverein sei nicht mehr in der Lage, die Einrichtung so zu bezuschussen wie in den Vorjahren, sagte Marlies Helsing. Bislang beschrittene Wege hätten nicht zum Erfolg geführt. "Jetzt haben wir gesagt, wir wollen nicht noch ein Jahr so weitermachen und uns dazu entschlossen, die Kita zu schließen." Die Eltern sind entsprechend informiert worden. Sie seien traurig, aber, hätten aber Verständnis gezeigt. Die meisten der Kinder gehen nach Schwedt in die Kita Schnatterenten, die zum Verein gehört. Auch die Erzieherinnen gehen mit. Für die Einrichtung bedeute dies eine qualitative Verbesserung, wenn alle Erzieherinnen unter einem Dach seien.

An den Elternbeiträgen zu schrauben, sei für den Verein nicht infrage gekommen. Inzwischen besuchen die Kita auch nur noch elf Kinder.

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