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Auf dem Rundweg durch die Heide

Sommer wie Winter: Die Schafherde bewohnt ihren Stall in der Reicherskreuzer Heide mittlerweile das gesamte Jahr. Auch Besucher, die in der kalten Jahreszeit den Wanderweg entlangkommen, können sich über den Anblick der Tiere freuen
Sommer wie Winter: Die Schafherde bewohnt ihren Stall in der Reicherskreuzer Heide mittlerweile das gesamte Jahr. Auch Besucher, die in der kalten Jahreszeit den Wanderweg entlangkommen, können sich über den Anblick der Tiere freuen © Foto: MOZ
Caroline Reul / 06.01.2016, 06:57 Uhr
Henzendorf (MOZ) Auch im Winter lohnt es sich, die Region zu erkunden. "Raus aus der Stube" heißt deshalb unsere Serie. Dieses Mal geht es in die Reicherskreuzer Heide.

Neugierig heben die Bentheimer Schafe ihren Blick in Richtung der Spaziergänger. So viele wie im Frühjahr und Sommer kommen jetzt, wo der Winter Einzug gehalten hat, nicht mehr am Stall vorbei. Dabei lohnt sich ein Ausflug in die Reicherskreuzer Heide - umgangssprachlich Henzendorfer Heide genannt - auch zu dieser Jahreszeit.

Ein wenig Schnee liegt am Dienstag bereits auf den Pflanzen, vom Himmel fallen ganz vereinzelt Flocken. Die knackig-kalten Temperaturen laden ein zu einer kleinen Wanderung durch die Heide. "Unser Rundwanderweg ist gar nicht zu verfehlen", erzählt Mathias Schulze, stellvertretender Leiter des Naturparks Schlaubetal, zu dem das 2840 Hektar große Naturschutzgebiet Reicherskreuzer Heide und Schwanensee gehört. Noch gar nicht lang ist es her, dass die Wegweiser dank der Zusammenarbeit verschiedener Partner aus der Region hatten erneuert werden konnten.

Der Rundwanderweg empfiehlt sich für die Besucher, die alle Höhepunkte sehen wollen, die die Heide zu bieten hat. Da ist beispielsweise der Findlingspark, der für die jüngeren Besucher schon zu einem kleinen Abenteuerpark werden kann. Wer dem Pfad weiter folgt, gelangt zunächst zum sogenannten Sommer-Schafstall. "Mittlerweile nutzen wir ihn aber ganzjährig", erzählt Mathias Schulze.

Vor einigen Jahren war das Gebäude errichtet worden, damit der Schäfer seine Tiere nicht immer quer durch die Heide treiben muss, bis sie ankommen, wo sie grasen. Denn die Bentheimer sind nicht nur schön anzuschauen, sie erfüllen in dem Naturschutzgebiet eine wichtige Aufgabe. "Sie dienen der Beweidung", sagt der stellvertretende Naturparkleiter. Das heißt, sie fressen die Heidepflanzen soweit herunter, dass die sogenannte Vergreisung vermieden werden kann. Anders als in anderen Heiden ist diese Methode im Naturschutzgebiet Reicherskreuzer Heide die einzige Möglichkeit. Denn wegen der hohen Munitionsbelastung, die immer noch vorhanden ist, können die Flächen weder gemäht noch gebrannt werden.

Nur nach und nach kann die Entmunitionierung vorangebracht werden. "Es gibt Schneisen, die mittlerweile munitionsfrei sind", berichtet Mathias Schulze. Zu erkennen sind sie an Findlingen, die die Begrenzung bilden. Wer dem Rundwanderweg folgt, wird unweigerlich an diesen Stellen vorbeikommen.

Zu einem Blick über die Heide lädt schließlich noch der Aussichtsturm ein. "Der ist ein echter Besuchermagnet", weiß der stellvertretende Naturparkleiter, der im Sommer hier regelmäßig Picknicker begrüßen kann. Nachdem die Umgebung wieder etwas ausgeschnitten wurde, öffnet sich den Spaziergängern nun ein noch weiterer Blick. Die winterliche Landschaft, die aktuell das Panorama prägt, ist den Aufstieg allemal wert.

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