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Gemeinde stellt Straßensperrung in Aussicht

Loch an Loch: Die Straße nach Walsleben ist zwar ein öffentlicher Weg, kann aber von Autofahrern nur unter äußerster Vorsicht genutzt werden. Der Zustand der Strecke erlaubt maximal Schritttempo.
Loch an Loch: Die Straße nach Walsleben ist zwar ein öffentlicher Weg, kann aber von Autofahrern nur unter äußerster Vorsicht genutzt werden. Der Zustand der Strecke erlaubt maximal Schritttempo. © Foto: MZV
Judith Melzer-Voigt / 20.01.2016, 18:29 Uhr
Katerbow (MZV) Die Katerbower Straße nach Walsleben hat in der Vergangenheit oft für Ärger in der Temnitzqueller Gemeindevertretung gesorgt. Jetzt wollen die Abgeordneten etwas gegen den zunehmenden Verfall der Strecke tun: Sie denken über eine Sperrung nach.

Rüdiger Rogge brachte das Thema während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter erneut auf die Tagesordnung: "Der Weg ist kaputt", sagte er. Die landwirtschaftlichen Fahrzeuge würden die Straße aber weiterhin nutzen - und damit die Situation noch verstärken. Und für weitere Sanierungen will die Gemeinde nicht zahlen, erklärte Rogge.

Die Temnitzer Amtsdirektorin Susanne Dorn machte deutlich, dass es in den Händen der Gemeinde selbst liegt, das Problem aus der Welt zu schaffen: "Sie müssen sich eine Meinung zu dem Thema bilden", sagte sie. Laut Temnitzquells Bürgermeister Johannes Oblaski handelt es sich um einen öffentlichen Gemeindeweg. "Und wenn wir dort die Sicherheit nicht mehr gewährleisten können, müssen wir ihn eben sperren." Doch das geht nicht so einfach, wie sich die Temnitzqueller das vorstellen, so Susanne Dorn. "Sie haben aber die Möglichkeit, den Weg zu entwidmen", sagte sie. "Dann sind sie auch aus der Verantwortung als Straßenbaulastträger raus."

Laut dem Abgeordneten Helmut Braun hat die Straße vor allem vor Weihnachten noch einmal arg gelitten. Der Regen habe seinen Teil dazu beigetragen. Aber auch die schweren Fahrzeuge - unter anderem von Transportunternehmen - hätten zu weiteren Schlaglöchern und Rissen geführt. "Kann man da nicht ein Schild aufstellen, das vor Straßenschäden warnt?", schlug Johannes Oblaski für die Übergangszeit bis zu einer endgültigen Entscheidung vor. "Das entbindet Sie aber nicht von der Verantwortung", stellte Susanne Dorn klar. "Und das ist auch kein Dauerzustand." Außerdem brauche die Gemeinde für Aufstellen des Schildes eine verkehrsrechtliche Anordnung, die auch erst wieder beantragt werden muss.

"Mittelfristig sperren wir den Weg also", sagte Oblaski in die Runde. In einer der kommenden Sitzungen der Gemeindevertretung soll das Verfahren angestoßen werden.

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