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Für Kooperation ohne Zusammenschluss

Premiere: Erstmals trafen sich am Sonnabend CDU-Fraktionsvorsitzende aus Parlamenten der Uckermark zu einem Austausch. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden.
Premiere: Erstmals trafen sich am Sonnabend CDU-Fraktionsvorsitzende aus Parlamenten der Uckermark zu einem Austausch. Die Gespräche sollen fortgesetzt werden. © Foto: Stefan Csevi
Kerstin Unger / 15.02.2016, 07:05 Uhr
Frauenhagen (MOZ) Fraktionsvorsitzende der CDU aus Stadtverordnetenversammlung, Amtsausschüssen und Gemeindevertretungen trafen sich am Sonnabend im Frauenhagen erstmals zu einer Gesprächsrunde. Sie diente dazu, sich besser kennenzulernen und zu erfahren, was derzeit die am meisten diskutierten Probleme sind. Bei einem Frühstück in der Pension "Zum Wiesengrund" diskutierten Vertreter aus Prenzlau, Schwedt, Lychen, Potzlow, Templin, Boitzenburg, Nord-West-Uckermark, Pinnow und Angermünde.

Das herausragende Thema ist derzeit die geplante Kreisgebietsreform, die auch von der Partei-Basis abgelehnt wird. "Wir sind auf einer Linie mit der Landes-CDU, die als Alternativkonzept zum Leitbild der Regierungsparteien für die Erhaltung der Struktur im Landkreis Uckermark ist, aber Bedarf bei der Entwicklung sieht", sagt Christian Herniokel, Fraktionsvorsitzender im Kreistag. Man sei nicht bereit, Steigbügelhalter der Landesregierung zu sein. Eine Vergrößerung der Fläche zöge größere Probleme nach sich. "Auch das Argument, dass bei einer Kreisreform die Kreisumlage sinkt, ist in unseren Augen nicht haltbar", bemerkte Volkhard Maaß aus Angermünde. "Die Verwaltungen werden zusammengelegt, die Personalkosten bleiben und werden steigen, weil Personal vom Land übernommen werden muss." Deshalb sei es wichtig zu überlegen, wie man besser zusammenarbeiten könne ohne Zusammenschluss der Verwaltungen. "Schwedt bietet ja Teile der Verwaltungsrefom schon an, was die Ausstrahlung auf das Territorium betrifft", sagte Thomas Büsching von der SVV Schwedt. "Selbst der Landrat steht nicht zu seinem Landkreis", kritisierte Andreas Meyer aus Prenzlau und sprach von einer "Schmach der Uckermark".

"In der CDU wächst die Uckermark zusammen, jedenfalls solange noch Zeit ist", meinte Thomas Neumann aus Templin.

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