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Einmaleins der Wehr gelernt

Zukünftige Helfer: 32 Aktive aus den Ortswehren Alttrebbin, Neutrebbin, Altreetz, Prötzel, Sternebeck, Bliesdorf, Kunersdorf sowie aus Strausberg nahmen am ersten Lehrgang der Grundausbildung teil.
Zukünftige Helfer: 32 Aktive aus den Ortswehren Alttrebbin, Neutrebbin, Altreetz, Prötzel, Sternebeck, Bliesdorf, Kunersdorf sowie aus Strausberg nahmen am ersten Lehrgang der Grundausbildung teil. © Foto: MOZ/Katrin Hartmann
Katrin Hartmann / 23.02.2016, 06:12 Uhr
Alttrebbin (MOZ) Über ein großes Interesse konnte sich die Amtsfeuerwehr Barnim-Oderbruch am vergangenen Wochenende freuen. Zum ersten Lehrgang der Truppmannausbildung waren 32 Aktive aus den Ortswehren erschienen, um ihr Wissen in Theorie und Praxis zu erweitern.

Was ist ein Löschgruppenfahrzeug? Wie sieht es von innen aus? Welche Hilfsmittel befinden sich unter den Sitzplätzen? Wie viele Aktive der Feuerwehr dürfen in dem Fahrzeug mit fahren? Antworten auf all diese Fragen bekamen die Truppmannanwärter der Amtsfeuerwehr Barnim-Oderbruch sowie acht Aktive aus Strausberg am Sonnabend beim ersten Lehrgang ihrer Grundausbildung in Alttrebbin.

32 Aktive aus den Ortswehren Alttrebbin, Altreetz, Prötzel, Neutrebbin, Sternebeck, Bliesdorf, Kunersdorf sowie aus Strausberg haben sich entschieden in der Wehr einen Schritt weiterzugehen, sich mehr Wissen anzueignen, mehr Verantwortung zu übernehmen: als Truppmann. Dafür nahmen sie am Sonnabend auch das ungemütliche Regenwetter in Kauf. Die Alttrebbiner Wehr hatte ihre Fahrzeuge draußen auf dem Dorfplatz zur Veranschaulichung zur Verfügung gestellt. Dadurch blieb der theoretische Teil der Fahrzeug- und Gerätekunde nicht nur theoretisch.

An jedem Fahrzeug - aufgestellt waren ein Löschgruppenfahrzeug (LF 10/6), ein Kommandowagen (KDOW), ein Tanklöschfahrzeug (TLF 20/40) sowie ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) - hatte sich einer von sechs Ausbildern positioniert, der zur Ausstattung und Funktionen genauere Informationen erklärte. Ausbilder Heiko Schmidt hatte den Part am Löschgruppenfahrzeug übernommen: "Das LF 10 hat eine Pumpleistung von 1000 Litern pro Minute. Umgangssprachlich sprechen wir deshalb von einer 1000er-Pumpe", sagte er. Um mit dem Fahrzeug auch in entlegeneren Gebieten gut vorwärts zu kommen, sei es mit Allrad-Antrieb ausgestattet.

Amtswehrführer Henri Mandke führte das Einmaleins der Wehr am Traglastspritzenfahrzeug weiter. "Das Fahrzeug wiegt 7,5 Tonnen und fasst in der Regel 500 Liter Wasser - das Alttrebbiner Fahrzeug sogar 750 Liter", sagte der Amtswehrführer. Platz finden normalerweise sechs Aktive, unter Umständen können auch neun Personen mitgenommen werden, so Mandke.

Während des Lehrgangs wurden neben dem Wissen zur Fahrzeug- und Gerätekunde auch Rechtsgrundlagen sowie Informationen zum Löschen und Brennen übermittelt.

Mario Strehmann freute sich über das große Interesse an der Grundausbildung. Die vier Wochenenden des Lehrgangs seien der erste Schritt in die aktive Wehr, erklärte der stellvertretende Amtswehrführer. "Dieses Jahr haben wir von der Anzahl einen besonders starken Jahrgang", sagte der Ortswehrführer aus Prötzel. Der Altersdurchschnitt des Nachwuchses der Amtswehr reiche von 16 bis 51 Jahre, sagte der stellvertretende Amtswehrführer. Das Interesse sich bei der Wehr zu betätigen, liege also nicht nur im Jugendbereich. Wer mit 16 Jahren bereits in der aktiven Einsatzabteilung sei, könne bei Verkehrsunfällen dabei sein, aber nicht im Gefahrenbereich mitwirken. Über den jüngeren Nachwuchs in den Ortswehren könne sich das Amt nicht beschweren, so Strehmann. In den acht Jugendfeuerwehren seien im Schnitt zehn bis zwölf Heranwachsende aktiv.

Durch die gute Zusammenarbeit mit der Strausberger Wehr konnte das erste Wochenende des Lehrgangs in Alttrebbin sowie in Strausberg abgehalten werden. Der erste Teil der Grundausbildung wird 14-täglich an vier Wochenenden abgehalten. Die Festigung und Vertiefung des übermittelten Wissens findet ein Jahr später statt, erklärte der stellvertretende Amtswehrführer aus Prötzel.

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