Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Malzer unterstützen Friedrichsthal

Friedhelm Brennecke / 23.02.2016, 06:30 Uhr
Malz (OGA) Malz bekennt sich zum Schulstandort Friedrichsthal. Der Ortsbeirat lehnt deshalb den städtischen Haushaltsentwurf ab, weil darin zu wenig Geld für die Grundschule eingestellt worden sei.

Die Position des Malzer Ortsbeirats ist klar - ohne Wenn und Aber: "Wenn es um den Erhalt und die dringende Sanierung der Grundschule Friedrichsthal geht, dann stehen wir geschlossen dahinter", sagte Ortsvorsteher Manfred Hartmann (Bürgerbewegung) in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Auch seine beiden Mitstreiter Claudia Grochowski (Bürgerbewegung) und Michael Richter (SPD) teilen diese Meinung. Die Malzer hätten vor vier Jahren, als die Stadtverwaltung mit der damaligen Bildungsbeigeordneten Kerstin Kausche den Fortbestand der Grundschule im Nachbarort in Frage stellte, beherzt und geschlossen für deren Erhalt protestiert. Erfolgreich. Nun werde es aber endlich Zeit für die nötigen baulichen Veränderungen an der Schule. Der Ortsbeirat sprach damit Ute Kreutzer, Lehrerin an der Grundschule Friedrichsthal, aus dem Herzen, die den Malzer Ortsbeirat in der Einwohnerfragestunde um Unterstützung gebeten hatte.

Allerdings konnten die Malzer weder über den Änderungsantrag der CDU-Fraktion noch über den der Ortsvorsteher von Lehnitz und Sachsenhausen, Matthias Hennig (SPD) und Jürgen Wruck (Pro Sachsenhausen), zum Haushaltsentwurf 2016 der Stadtverwaltung abstimmen, weil beide Anträge nicht vorlagen.

Die CDU-Fraktion möchte, wie im Haushalt und in der mittelfristigen Finanzplanung 2015 beschlossen, bis zu 250 000 Euro in diesem Jahr und 5,7 Millionen Euro aufgeteilt in zwei Jahresscheiben 2018 und 2019 für Sanierungsmaßnahmen am Standort oder für einen Neubau der Grundschule Friedrichsthal auch im Haushalt 2016 und der mittelfristigen Finanzplanung eingestellt sehen. Die Ortsbeiräte Friedrichsthal und Schmachtenhagen unterstützen diesen Antrag. Auch der Bau- und der Bildungsausschuss hatten den CDU-Antrag unterstützt.

Die Ortsbeiräte Lehnitz und Sachsenhausen wollen dieses Jahr bis zu 250 000 Euro an Planungsmitteln für den Standort Friedrichsthal freigeben. In Sachsenhausen wurde der Antrag von Hennig und Wruck vergangene Woche erstmals beraten und bei einer Enthaltung angenommen. Der Ortsbeirat Lehnitz tagt erst am 2. März.

Mit dem Antrag von Wruck und Hennig soll geprüft werden, ob dort Sanierungen ausreichen oder ein Neubau an der Turnhalle, deren Funktionsräume dann gleich mit modernisiert werden könnten, aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoller erscheint.

Ansonsten wollen Hennig und Wruck bei künftigen Investitionen in die Bildungslandschaft die Stadt Oranienburg als Ganzes in den Blick nehmen.

Schließlich sei eine Erweiterung von Kapazitäten sowohl im Kita- und Hortbereich als auch bei Grundschulen dringend nötig. Allerdings seien die Bedarfe in der Kernstadt und Lehnitz nach Prognosen der Bildungsverwaltung deutlich größer als etwa in Sachsenhausen und Friedrichstal, sodass es nicht gerechtfertigt wäre, 5,7 Millionen Euro allein für den Standort Friedrichsthal festschreiben zu wollen.

"Da uns keine weiteren Anträge vorliegen, können wir nur über den Haushaltsentwurf der Verwaltung abstimmen, der leider erst 2018 und 2019 nur noch 500 000 Euro für die Grundschule Friedrichsthal vorsieht. Damit können wir nicht mitgehen", sagte Ortsvorsteher Manfred Hartmann. Der Haushaltsentwurf 2016 wurde mit zwei Stimmen, bei Enthaltung von Michael Richter, abgelehnt.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG