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Malzer Ortsbeirat findet klare Worte gegen Feuerwehrzusammenlegung

Friedhelm Brennecke / 24.02.2016, 06:30 Uhr
Malz (OGA) Der Malzer Ortsbeirat hat sich einstimmig gegen den von der Verwaltung vorgeschlagenen gemeinsamen Standort der Löschzüge Friedrichsthal und Malz in der Friedrichsthaler Keithstraße 1 ausgesprochen. Die Standortsuche sei nicht nachzuvollziehen, weil die Keithstraße gerade nicht im geografischen Mittelpunkt beider Ortsteile liege. "Die Gemarkung Malz ist mit über 1170 Hektar doppelt so groß wie Friedrichsthal und umfasst riesige Waldflächen. Das ist bei der Suche nicht berücksichtigt worden. Denn dann hätte die Standortwahl klar auf Malz fallen müssen", ist Ortsvorsteher Manfred Hartmann (Bürgerbewegung) überzeugt.

Aus Kostengründen werde man sich auf Dauer einem gemeinsamen Standort beider Löschzüge vermutlich kaum widersetzen können, sagte Claudia Grochowski (Bürgerbewegung). Sie sehe dann aber Malz im Vorteil, eben weil die mögliche Gefährdungslage wegen der großen Waldflächen in den bisherigen Untersuchungen nicht ausreichend gewürdigt worden sei.

Michael Richter (SPD), der auch Stadtverordneter ist, sprach sich erneut grundsätzlich gegen eine Zusammenlegung der Löschzüge aus. Das sei gerade in Zeiten, da für ein neues Feuerwehrgebäude ohnehin kein Geld zur Verfügung stehe, eine völlig überflüssige Debatte. Richter hatte schon im Bauausschuss beantragt, die Verwaltungsvorlage wieder an die Fraktionen zurückzugeben. Dem folgte der Ausschuss vor zwei Wochen.

Friedrichsthals Ortsvorsteher, der zweite stellvertretende Stadtwehrführer Jens Pamperin (CDU), hatte sich bereits dafür ausgesprochen, das Thema zu den Akten zu legen, falls die Beratungen in den Fraktionen zu keinem klaren Ergebnis führten und die Vorlage in der Stadtverordnetenversammlung nicht mehrheitsfähig sei. "Dass er die Rumeierei um das Thema Zusammenlegung der beiden Löschzüge Friedrichsthal und Malz leid ist, darin stimme ich mit Jens Pamperin ausnahmsweise mal überein", sagte Manfred Hartmann. Die Debatte sei absolut unnötig, Geld gebe es für ein solches Vorhaben derzeit ohnehin nicht. Die bisherigen Feuerwehr-Standorte seien funktionsfähig, die Zusammenarbeit der beiden Löschzüge werde gewährleistet und habe sich im Laufe der vergangenen Jahre auch noch verbessert.

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