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Kastanienallee in Gölsdorf regelmäßig geflickt

Ortsbeirat hadert mit zerfahrener Straße

Andreas Wetzel / 10.03.2016, 06:37 Uhr
Gölsdorf (MOZ) Die Kastanienallee in Gölsdorf hat ebenso wie die Straße Lindenplatz eine Menge Verkehr zu ertragen: Durch die Einbahnstraßenregelung gibt es keine Alternative für Anlieger, Busfahrer und Lieferanten, die ein Ziel in der Dorfmitte ansteuern wollen. Im Ortsbeirat am Dienstagabend war dann auch - nicht zum ersten Mal - der Zustand der Kastanienallee Diskussionsthema.

"Es gibt ein großes Loch im Kopfsteinpflaster, dass wir regelmäßig zuschmieren, und das genauso regelmäßig wieder auf ist", sagte Bauamtsleiter Marco Jonscher. Er hatte dem Beirat wunschgemäß einmal durchgerechnet, was eine Reparatur des Teilstücks vom Lindenplatz bis zur Ecke Alter Postweg in der Minimalvariante kosten würde - rund 17 000 Euro, wie Jonscher verriet. Auf lange Sicht wirtschaftlicher für die Gemeinde Steinhöfel wäre angesichts der immer wieder in dem Kopfsteinpflaster auftretenden Schäden natürlich ein grundhafter Ausbau - ob nun neu gepflastert oder mit Asphaltdecke. "Dann müssen aber auch alle Anlieger Beiträge bezahlen."

Ortsvorsteherin Jeanette Mietzelfeld winkte ab: "Ausbaubeiträge wollen wir nicht", sagte sie. Und Antje Oegel ergänzte, dass sie eine Asphaltvariante ohnehin ablehnen würde: "Es gibt jetzt schon 80er-Raser. Wie schnell werden die fahren, wenn wir denen eine glatte Piste bauen?!"

Zum Stichwort "Bauen" gab es im weiteren Verlauf der Sitzung noch ein paar Ideen, die sich in deutlich bescheidenerem Rahmen bewegten. So erhielt Beiratsmitglied Andreas Schmidtke den Auftrag, Gestaltungsmöglichkeiten und Kosten für eine Radfahrer- und Wandererkarte zu ermitteln, die man in wetter- und möglichst randaliererfester Ausführung nahe der Bushaltestelle aufstellen könnte. Im Gemeindebüro sollen in diesem Jahr - in Eigenleistung - Küche und Flur einen neuen Anstrich erhalten. Und für den neuen Festpavillon gegenüber überlegen die Beiratsmitglieder weiterhin, welche Möglichkeiten sie haben, einen Teil der Außenfläche zu überdachen - ohne Größenordnungen zu erreichen, die wiederum eine eigene Baugenehmigung erfordern.

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Wilfried Schulze 10.03.2016 - 12:35:24

Falsch!

Versäumt eine Kommune die ordnungsgemäße Instandhaltung einer Straße dürfen natürlich keine Beiträge erhoben werden! Herrn Jonscher darf man keinen Vorwurf machen! Da er weder über einen Verwaltungsabschluss oder einen Bautechnischen Beruf verfügt, kann er es nicht besser wissen! Ist auch nicht seine Aufgabe! Da sich alle Baumaßnahmen der letzten 4 Jahre auf Beerfelde und Jänickendorf beschränkten, gingen die anderen Ortsteile leer aus. Herrn Jonscher wurde nun aufgetragen, mit der Erhebung von Anliegerbeiträgen zu drohen. Hat hier wohl auch gut geklappt! Verkehrssicherungspflichtig bleibt aber die Gemeinde! Da muss sich Wels und Jonscher wohl etwas anderes einfallen lassen!

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