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Brandschutzauflagen für die Kita "Zwergenstübchen" in Falkenberg lassen sich deutlich einfacher erfüllen als zeitweilig befürchtet

Fluchtweg durch die Teeküche

Macht auf die Tür: Kita-Leiterin Edna Gurisch zeigt die Wand in der Küche, hinter der sich ein Durchgang verbirgt.
Macht auf die Tür: Kita-Leiterin Edna Gurisch zeigt die Wand in der Küche, hinter der sich ein Durchgang verbirgt. © Foto: MOZ
Andreas Wetzel / 13.03.2016, 06:46 Uhr
Falkenberg (MOZ) Von zusätzlichen Außentreppen war zeitweilig die Rede, sogar die Frage eines Neubaus an anderer Stelle wurde diskutiert - Brandschutzauflagen haben in der Kita "Zwergenstübchen" mächtig für Wirbel gesorgt. Jetzt fanden sich vergleichsweise einfache Lösungen.

Im Haushaltsplanentwurf für 2016 finden sich unter dem Stichwort Kita Falkenberg noch so bedrohliche Begriffe wie "Suche nach Bauland" - wofür allein in diesem Jahr schon mal 34 000 Euro hätten bereitgestellt werden müssen. Amtsdirektor Peter Stumm konnte dann aber in der Sitzung der Gemeindevertreter sichtlich erleichtert verkünden, dass der Bericht der Brandverhütungsschau in der Kita keine gravierenden Folgen haben werde. "Der notwendige zweite Fluchtweg lässt sich nun doch im Haus realisieren", berichtete er. Dazu müsse nur ein Durchgang wieder freigemacht werden, der irgendwann einmal verschlossen worden sei.

Kita-Leiterin Edna Gurisch zeigte vor Ort, wie einfach sich die Schaffung eines zweiten Fluchtwegs darstellt: In der kleinen Teeküche habe man den Durchgang entdeckt, der zurzeit noch auf beiden Seiten mit Wandplatten verdeckt sei. "Sogar das Türblatt kann noch verwendet werden", sagte sie. Schon am kommenden Montag werden die Handwerker anrücken, um den Durchgang freizulegen. "Ungefähr eine Woche werden die brauchen, bis alles fertig ist."

Auch wenn die Kita "Zwergenstübchen" mit ihren 23 Plätzen - zurzeit bis auf einen belegt - und drei Erzieherinnen mit drei Spielräumen auskommt und damit die Hochparterrewohnung eines gemeindeeigenen Hauses im Falkenberger Dorfkern belegt, so müssen auch hier für alle Gruppenräume zwei Fluchtwege vorhanden sein. Der hintere Ausgang war von einem Raum aus immer schon erreichbar; für die beiden auf der anderen Hausseite wird er es demnächst - quasi "durch die kalte Küche".

So ganz ist das Thema Brandschutzmaßnahmen dann aber doch noch nicht erledigt, wie Amtsdirektor Stumm schon am Vorabend angedeutet hatte: Im Eingangsbereich muss zusätzlich eine Zwischenwand eingezogen werden, um den vorderen und den hinteren Fluchtweg im Falle starker Rauchentwicklung auch wirklich voneinander abschotten zu können.

Und was schon die Sanierung der Schule in Briesen verteuert hat, kommt nun auch noch auf die Kita Falkenberg zu: Die Kinder müssen ihre Jacken künftig in Stahlschränken unterbringen. "Das werden wohl zwei Reihen übereinander", so Leiterin Edna Gurisch. "Die oberen Schränke sind dann für die Kleineren, die beim An- und Auskleiden ohnehin noch etwas Hilfe brauchen."

Am Ende bleiben die jetzt festgelegten Baumaßnahmen womöglich unter den 21 000 Euro, die am Donnerstag mit dem Briesener Haushalt beschlossen wurden - da ist unter anderem noch von je zwei neuen Außentüren und -treppen die Rede. Roswitha Standhardt, stellvertretende Amtsdirektorin, zog am Donnerstag in der Gemeindevertretung angesichts der gefundenen Lösungen für die Kita eine positive Bilanz. Motto: Es hätte viel schlimmer und für die Gemeinde viel teurer kommen können. Sie schränkte aber ein: "Ein Zwergenstübchen war es immer schon; die Bewegungsspielräume auch bei der Kapazität sind jetzt aber deutlich eingeschränkt."

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