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Biogaskraftwerk Gölsdorf produziert bereits

Der Anschluss ans Gasnetz fehlt noch

Am Zapfhahn für die Gärreste: Bauleiter Roland Goik zeigt ein (noch blitzblankes) Bauteil der Biogasanlage in Gölsdorf, die schon ihren Probebetrieb aufgenommen hat.Von den großen Betonkesseln hinter ihm gibt es zwei.
Am Zapfhahn für die Gärreste: Bauleiter Roland Goik zeigt ein (noch blitzblankes) Bauteil der Biogasanlage in Gölsdorf, die schon ihren Probebetrieb aufgenommen hat.Von den großen Betonkesseln hinter ihm gibt es zwei. © Foto: MOZ
Andreas Wetzel / 15.03.2016, 07:00 Uhr
Gölsdorf (MOZ) An einer großen, laut zischenden Flamme im hinteren Teil des Werksgeländes lässt sich erkennen, dass das Biokraftwerk Gölsdorf noch im Probebetrieb ist: Es erzeugt schon Strom und Gas, aber für das Gas gibt es noch keinen Abnehmer - also wird es an Ort und Stelle abgefackelt. "Vorn auf dem Gelände baut der Gasversorger EWE gerade seine Übernahmestation", erläutert Roland Goik, Bauleiter und Prokurist der Betreibergesellschaft für die Biogasanlage, der BKW Beerfelde GmbH & Co. KG.

Die Produktion von erdgasähnlichem Biogas sei das eigentliche Ziel der Anlage, in der bereits beide parallel laufenden Gärkessel hochgefahren worden seien, so Goik. Kontinuierlich würden die Fermenter mit den Rohstoffen beschickt: Mais- und Roggensilage, Rindermist sowie Hühnerkot - wobei die tierischen Komponenten nur einen kleinen Teil ausmachten.

Der Mitarbeiter mit dem Radlader bedient sich dabei aus den Vorräten, die nach der Ernte 2015 angelegt worden sind: "Wir lagern einmal im Jahr ein", bestätigt Roland Goik. Das reiche dann für den Dauerbetrieb, auch wenn täglich 180 Tonnen des Biomaterials - die Roggenernte beispielsweise wird als kleingehäckselte Ganzpflanze angeliefert - benötigt werden.

Spätestens im Mai oder Juni werde dann auch die Zuwegung, also der Gölsdorfer Weg von der Haupteinfahrt bis zur Kreisstraße, asphaltiert. Bauleiter Goik reagiert damit auf Klagen im Gölsdorfer Ortsbeirat, wonach ein Teil des Baustellenverkehrs über den Feldweg vom Ortskern direkt zum Kraftwerk abgewickelt worden sei. "Diesen Weg haben wir auch immer mal als Ausweichstrecke genutzt", räumt Roland Goik ein. "Es musste ja weiter gehen, wenn auf dem anderen Weg planiert und geschottert wurde."

Auf eine Prognose für die Schlussabnahme für die Anlage wollte sich Goik nicht festlegen. "Im Laufe des Jahres" - bis dahin seien noch etliche kleinere Restarbeiten zu erledigen.

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