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Minister Jörg Vogelsänger stärkt lokalen Bauern den Rücken / Besuch im Kuhstall in Birkholz

"Wir sind auf der gleichen Linie"

Gespräch vor Ort: Jochen Mangelsdorf (2.v.r) mit Andreas Gliese, Minister Jörg Vogelsänger und Elisabeth Alter (v.l.)
Gespräch vor Ort: Jochen Mangelsdorf (2.v.r) mit Andreas Gliese, Minister Jörg Vogelsänger und Elisabeth Alter (v.l.) © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Annika Bischof / 01.04.2016, 19:08 Uhr
Birkholz (MOZ) Den Landtagsabgeordneten und dem Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger zeigen, wie es vor Ort aussieht, das war das Ziel von Jochen Mangelsdorf, der zusammen mit Wilfried Perlitz die gleichnamige GbR in Lindenberg betreibt. Auf dem Betriebsgelände in Birkholz präsentierten die Männer am Freitag, wie Landwirtschaft in Zeiten der Milchpreiskrise abläuft. "Allein von der Milch könnten wir nicht überleben", machten sie deutlich. Rentabel seien Preise von rund 35 Cent pro Liter, doch davon sei man derzeit weit entfernt. Schuld daran seien vor allem die Weltmarktsituation und der Überfluss an Milch, deren Preisgefälle sich auf die Betriebe in Brandenburg auswirke. Ein Grund, warum man froh darüber ist, dass neben dem Milchbetrieb die Biogasanlage existiert. "Diese ist seit 2006 am Netz", informierte Jochen Mangelsdorf. Sie sichere die Existenz der Landwirte, die ein düsteres Bild für lokale Betriebe zeichneten, ändere sich nichts an der Situation."Es bleiben Betriebe auf der Strecke", sagte auch Ruth Ulbrich, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes.

Für den brandenburgischen Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) waren diese Prognosen nichts Neues. Er dankte den Landwirten für die ehrlichen Worte, machte aber auch klar, dass er auf politischer Ebene den Marktwert der Milch nicht ändern könne. Dennoch unterstrich er: "Wir müssen alles tun, was möglich ist. Wir sind auf der gleichen Linie." Mit Blick auf das Volksbegehren gegen Massentierhaltung, über dessen Annahme oder Ablehnung in einer Sondersitzung im Landtag am 19.April entschieden wird, signalisierte er einen Schulterschluss mit "seinen Landwirten", wie er zu sagen pflegt. Auch die Landtagsabgeordneten Elisabeth Alter (SPD) und Andreas Gliese (CDU) sowie Kreistagsvorsitzender Franz Berger (SPD) zeigten Verständnis.

Noch mehr bürokratische Hürden wolle man vermeiden, was seitens der Landwirte im Volksbegehren ausschließlich gesehen wird. Das Zusammentreffen reiht sich in Begegnungen mit weiteren Volksvertretern in den Vortagen ein. Befürworter des Volksbegehrens waren aber nicht unter den geladenen Gästen.

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