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Infoveranstaltung zum Solarpark Garzau

Zufahrtsregelung ist der Knackpunkt

Thomas Berger / 06.04.2016, 04:25 Uhr
Garzau-Garzin (MOZ) In Garzau hat am Montagabend die erste öffentliche Informationsveranstaltung zur geplanten Photovoltaik-Anlage beiderseits der Bahngleise stattgefunden. Dass die im Plan derzeit verzeichnete Fläche um einiges größer ist als die vorgesehenen 20 bis maximal 30 Hektar, sei eine Vorsichtsmaßnahme, erklärten Piotr Jankowski vom Vorhabenträger Energiekontor und Planer Hans Gellert vom Büro IGF aus Nauen. Schließlich wurden noch Teilstücke im weiteren Prozess herausfallen, wenn es zum Beispiel um Mindestabstände zu Ölleitungen, Gasspeicher oder artenschutzrechtliche Beschränkungen gehe.

Die Firma Energiekontor, erläuterte Projektleiter Jankowski, gebe es seit 1990. Ursprünglich auf Windkraft spezialisiert mit schon 700 Megawatt (MW) realisierten Projekten, sei das Bremer Unternehmen mit Filialen in England und Portugal zunehmend auch im Solarbereich aktiv. Ob Energiekontor in Garzau selbst als Betreiber auftritt oder den Solarpark nach Fertigstellung verkauft, lasse sich derzeit noch nicht sagen. Die Gesamtleistung werde bei zehn MW liegen, was der Versorgung für 3800 Haushalte entspreche, die Netzeinspeisung am Umspannwerk Heidekrug erfolgen.

Als großer Knackpunkt stellt sich das Problem der Zuwegung dar. Zum einen geht es um die Anlieferung der Module, was binnen zwei Monaten Bauzeit bis zu zehn Fahrzeuge pro Tag ausmache, zum anderen um die Wartung und Kontrolle, was eine vernachlässigbare Größe einmal jährlich sei. Die Nachbarkommune Rehfelde ist dagegen, den Verkehr wie zunächst geplant komplett über Werder zu leiten, bekräftigte Bürgermeister Reiner Donath. Garzau-Garzins Gemeindevertretung wiederum hatte es abgelehnt, den Schotterweg von der Abzweigung Anitz aus, der über Privatland führt, kommunal zu übernehmen und Geld für den Flächenerwerb in den Haushalt einzustellen.

Zugleich ist beiden Gemeinden diese Durchfahrtsstraße sehr wichtig, wie etliche Wortmeldungen unterstrichen. Eine einfache Lösung zeichnet sich auch deshalb nicht ab, weil die Eigentümer des Privatwegs nicht komplett Nutznießer des Solarparks wären. Der Werdersche Weg als weitere nördliche Zuführung ist keine Alternative, seit er im Zuge der Erneuerung des Bahnübergangs wegen des zu geringen Kurvenradius "abgehängt" wurde. "Alle Beteiligten sollten kreativ sein, um gemeinsam zu einer Lösung zu kommen", appellierte der Garziner Gemeindevertreter Andreas Hauptmann abschließend.

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