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Hohenbrucher Leben unter der Lupe

Will alles ganz genau wissen: Interviewer Dietmar Ebert forscht im Gespräch mit Sibyll Schaphoff nach.
Will alles ganz genau wissen: Interviewer Dietmar Ebert forscht im Gespräch mit Sibyll Schaphoff nach. © Foto: MZV/Robby Kupfer
Robby Kupfer / 07.04.2016, 19:33 Uhr
Hohenbruch (OGA) Welche Fußbodenbeläge gibt es in der Wohnung? Wird Weichspüler benutzt - und wenn ja, wie oft? Woher kommt das Trinkwasser? Wie viele Stunden ist die Tochter an der frischen Luft? Wie oft wurde in der vergangenen Woche Geräuchertes gegessen?

Diesen und mehreren Dutzend weiteren Fragen stellte sich in dieser Woche Sibyll Schaphoff aus Hohenbruch. Zu Gast in ihrer Wohnung am Neuhofer Weg war Dietmar Ebert, der die dreiköpfige Familie für die Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (GerES) des Umweltbundesamtes interviewte.

Im Mittelpunkt der Befragungen stand daher auch die achtjährige Tochter Henriette, die bereits vor einigen Wochen in Kremmen an einer Gesundheitsstudie des Robert-Koch-Instituts teilgenommen hatte.

"Henriette war damals per Zufall aus dem Register des Einwohnermeldeamtes ausgewählt worden", erklärt Sibyll Schaphoff. Ging es bei der ersten Untersuchung um konkrete Gesundheitswerte wie Blutdruck oder das Koordinationsvermögen, so wird bei der darauf aufbauende GerES-Studie das häusliche Umfeld haargenau und wissenschaftlich präzise unter die Lupe genommen.

Daher brachte Ebert zum zweistündigen Interviewtermin nicht nur einen dicken Fragekatalog, sondern auch diverse Instrumente mit in das am Ortsrand, direkt an einer Viehweide gelegene Haus. Unter anderem wurden Feinstaub-Messgeräte in der Wohnung und vor der Haustür platziert. Wasser-, Urin- und Bodenproben nahm der Interviewer nach dem Termin zur Untersuchung im Labor mit. An der GerES-Studie, die seit 2014 und noch bis 2017 läuft, nehmen bundesweit 2 500 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen drei und 17 Jahren teil. Dabei gibt es 167 Untersuchungsorte in ganz Deutschland, einer von diesen ist Kremmen. In der Ackerbürgerstadt und ihren Ortsteilen haben sich 16 Familien zur Mitarbeit bereiterklärt.

Sibyll Schaphoff nennt zwei Gründe, warum ihre Familie mitmacht: "Zum einen bin ich selbst Wissenschaftlerin und daher von Hause aus für solche Studien aufgeschlossen. Wichtiger ist natürlich, dass wir eine präzise umweltmedizinische Bewertung aller Schadstoffmesswerte für unser Haus und unsere Umgebung bekommen. Wir wohnen zwar hier mitten in der Natur, aber gerade bei den detaillierten Fragen zum Haushalt und zu Lebensgewohnheiten habe ich schon jetzt viele bedenkenswerte Anstöße für ein gesundes Leben bekommen."

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