Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Hochkarätige Kunst im Schloss Ziethen

Ganz eigene Variation des Abendmahls von da Vinci: Kurator Gerhard Charles Rump vor einem Werk des Malers Bernhard Ailinger.
Ganz eigene Variation des Abendmahls von da Vinci: Kurator Gerhard Charles Rump vor einem Werk des Malers Bernhard Ailinger. © Foto: MZV/Robby Kupfer
Robby Kupfer / 09.04.2016, 16:00 Uhr
Groß-Ziethen (OGA) Es ist eine Premiere - und zugleich die stringente Fortsetzung der kulturellen Belebung von Schloss Ziethen. Wenn am Sonntag um 17.30 Uhr die Vernissage zu einer Ausstellung im Rosenhaus beginnt, ist damit auch die Marke "Kunstort Schloss Ziethen" geboren.

Unterstützt wird Schlossherr Rafael von Thüngen-Reichenbach bei der Etablierung der Marke von der Berliner RARGallery. Deren Gründer, der Kunsthistoriker Dr. Gerhard Charles Rump, hat als Kurator der Groß-Ziethener Ausstellung "Zeit und Raum, Tag und Traum" die Werke von fünf auch international renommierten Malern ins Rosenhaus am Schloss gebracht. Der 1952 entstandene Flachbau, über lange Jahre die Groß-Ziethener Dorfschule, ist mit den großen, sich zum Park weit öffnenden Fenstern tatsächlich ein idealer, weil lichtdurchfluteter Kunstort.

Das kommt im ersten Raum den sowohl figürlichen als auch abstrakten, dabei immer dynamischen und farbgewaltigen Bildern Monika Siglochs aus Schwäbisch Hall zugute. Die Künstlerin, die unter anderem in den USA und in China ausgestellt hat, teilt sich den Raum mit einem großformatigen Werk des Potsdamer Malers Bernhard Ailinger. Dessen Kunst definiert sich als Zeichnung und Malerei zugleich. Das wird besonders deutlich beim überdimensionalen Gemälde im Nachbarraum, wo Ailinger eine ganze Wand des ehemaligen Klassenzimmers mit seiner ganz eigenen Variation des "Abendmahls" ausgestalten darf. Aber nicht nur die drei großen Räume, sondern auch der lange Flur des Rosenhauses wird genutzt. Hier sind collagehafte Traumwelten der Berliner Malerin Catrin Rothe zu sehen - "energievolle Arbeiten in kräftigen, oft dunkelbunten Farben", so Kurator Rump. Ihnen zur Seite hängen Werke der jungen georgischen Malerin Mari Mssare, deren Figurengruppen nicht selten surrealen (Alb)-Träumen entsprungen sein könnten. Fünfte Malerin im Bunde ist schließlich Susanne Scholz aus Lauchheim, die großformatige, abstrakte Variationen zum Thema Wasser zeigt.

Die Ausstellung im Rosenhaus, welches weiterhin auch für Tagungen genutzt wird, ist bis Ende Mai zu sehen. Interessierte sollten sich unter 033055 950 informieren, zu welchen wechselnden Zeiten die Werke zu betrachten sind.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG