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32 Nachwuchskräfte für Barnim-Oderbruch

Test-Löscheinsatz: Bei den Prüfungen mussten die Truppmänner ihr praktisches Können zeigen.
Test-Löscheinsatz: Bei den Prüfungen mussten die Truppmänner ihr praktisches Können zeigen. © Foto: MOZ/Katrin Hartmann
Katrin Hartmann / 11.04.2016, 06:34 Uhr
Alttrebbin (MOZ) Was es heißt Verantwortung bei einem Verkehrsunfall oder einem Löscheinsatz zu übernehmen, das haben 32 Feuerwehranwärter des Amtes Barnim-Oderbruch bei der Endprüfung des ersten Teils der Truppmann-Grundausbildung am Sonntag in Alttrebbin gezeigt. An vier Stationen wurden die Frauen und Männer auf ihr Wissen, das sie an vier Wochenenden erlernt hatten, getestet.

"Es ist das erste Mal, dass alle Anwärter zu den Prüfungen angetreten sind. Die Motivation unter den Teilnehmern ist groß. Das haben wir in den vergangenen Wochen gesehen", sagte Mario Strehmann, stellvertretender Amtswehrführer. Er und Amtswehrführer Henri Mandke hatten den theoretischen Teil der Ausbildung übernommen. In 40 Minuten mussten die Anwärter Fragen unter anderem zu Löschangriffen und technischer Hilfeleistung beantworten. Ob sie dieses Wissen auch in der Praxis anwenden konnten, zeigte sich draußen auf dem Gelände der Alttrebbiner Wehr. In der ersten Station waren Kenntnisse zur Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall gefragt. Ausbilder Andreas Müller und Karsten Walther entwarfen ein Szenario, bei dem die Prüflinge eine verletzte Person in einem verunfallten Auto betreuen mussten. Zudem mussten sie ihre Ausrüstung anlegen und den Unfallort absichern.

Die zweite Station wurde durch Michael Meyer und Patrick Zühlke betreut. Gefragt war dort das praktische Wissen bei einem Löscheinsatz. Ihre Augen offen hielten die Ausbilder besonders bei der Art und Weise, wie die Feuerwehrfrauen und -männer bei dem Test-Einsatz miteinander umgingen. "Wichtig ist, dass sie sich nicht über den Haufen rennen", sagte Michael Meyer. Ein Feuerwehrmann sollte niemals rennen, sondern bestimmt und organisiert auftreten, erklärte er.

Wichtig sei auch, dass die Prüflinge während des Einsatzes ausreichend miteinander kommunizieren. Was vollkommen logisch erscheint, sei unter Druck nicht immer selbstverständlich, so Michael Meyer.

An ihrer letzten Station mussten die Anwärter unter der Leitung von Heiko Schmidt und Kay Dewitz ihre Fingerfertigkeit beweisen. "Etwa zehn Knoten werden bei der Feuerwehr genutzt", sagte Heiko Schmidt. "Mindestens zwei davon müssen die Truppmänner uns bei der Prüfung zeigen", führte er aus.

Alle freiwilligen Feuerwehranwärter haben die Prüfungen bestanden und dürfen sich nun Truppmann nennen. Damit hat die Amtswehr Barnim-Oderbruch 32 neue einsatzfähige Aktive aus Alttrebbin, Altreetz, Prötzel, Neutrebbin, Sternebeck, Bliesdorf, Kunersdorf sowie Verstärkung aus Strausberg.

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