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Limsdorfer pflanzen Baum für ihren Ortschronisten

Ehrung: Für Manfred Bennewitz - rechts im Bild mit Frau Erika - wird eine Winterlinde gepflanzt.
Ehrung: Für Manfred Bennewitz - rechts im Bild mit Frau Erika - wird eine Winterlinde gepflanzt. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 11.04.2016, 06:37 Uhr
Limsdorf (MOZ) Der Baum möge zehnmal älter werden als der, dem er gewidmet ist. Diesen Wunsch vertrauten die Pflanzer einer Winterlinde am Sonnabend der Flaschenpost an, die sie zwischen deren Wurzeln vergruben. Nun steht der Baum zu Ehren von Manfred Bennewitz an zentraler Stelle von Limsdorf unweit des alten Feuerwehrgerätehauses und in Sichtweite des neuen sowie des Dorfgemeinschaftshauses.

Gestiftet wurde er dem einstigen Lehrer von seinen ehemaligen Schülern des Einschulungsjahrgangs 1957 in der damaligen Polytechnischen Oberschule Görsdorf bei Beeskow anlässlich seines 90. Geburtstages, den er bereits am 20. Januar feiern konnte. Mit an der Baumpflanzaktion beteiligt waren die Gemeinde und der Kultur- und Feuerwehrverein Limsdorf.

Manfred Bennewitz, der mit seiner Ehefrau Erika gekommen war, fügte noch den Wunsch hinzu, dass die kommenden Generationen in Frieden leben mögen. Der in Pfaffendorf Geborene, der vor Görsdorf und Tauche ab 1945 in Wilmersdorf, Philadelphia und Limsdorf unterrichtet hatte und noch heute als Heimatforscher tätig ist, begründet die Wahl der Linde zum einen mit ihrer historischen Funktion in den Dörfern: die Linde in der Mitte des Dorfes als Treffpunkt. Zum anderen entspreche die Linde in ihrem harmonischen Erscheinungsbild im Gegensatz zur trotzigen Eiche seinem eigenen, friedfertigen Charakter. Burkhard Teichert, der wie die meisten Limsdorfer zu den ehemaligen Schülern gehört, freute sich, dass es eine Linde sein sollte, und man einigte sich auf die Winterlinde, "den Baum des Jahres, sie ist stressresistent, das passt", meint er.

Dass Manfred Bennewitz schon 90 ist, sieht man ihm nicht an. Gerade hat er die Biografie von Erich und Charlotte Garske fertiggestellt, die im Februar 1943 wegen ihres Widerstandes gegen das Hitlerregime hingerichtet worden waren. In dem Haus, in dessen Nähe die "Bennewitz-Linde" steht, hatte Charlotte Garske eine Zeit lang gelebt. Nun ist dem Jubilar zu wünschen, dass sich eine Möglichkeit der Veröffentlichung seiner Forschungsarbeit findet. "Interessenten an dem Thema gibt es eine Menge", weiß er.

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