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Die Bestmarke wackelt

Auf geht's: Die ersten Meter der Strecke sind kräftezehrend, weil der Untergrund tief ist. Wohl dem, der nicht in den Spuren der Vordermänner laufen muss.
Auf geht's: Die ersten Meter der Strecke sind kräftezehrend, weil der Untergrund tief ist. Wohl dem, der nicht in den Spuren der Vordermänner laufen muss. © Foto: MZV
Matthias Haack / 15.04.2016, 06:03 Uhr
Dorf Zechlin (RA) Mitte April, zwei Wettkämpfe an einem Ort, zur gleichen Zeit - damit kann nur auf die bewährte Kooperation Braminseelauf/Duathlon hingewiesen werden. Am morgigen Sonnabend zieht es Ausdauersportler aus Nah und Fern wieder nach Dorf Zechlin.

Die Sportler können ein Lächeln aufsetzen, wenn die Wettervorhersage eintrifft: Vier Stunden Sonnenschein, Regenwahrscheinlichkeit 50 Prozent, Lufttemperatur 14 Grad Celsius - das deutet auf sehr ordentliche Bedingungen für Ausdauersport hin. Die paar Regentropfen beflügeln eher als sie ausbremsen.

Gestartet wird ab 11 Uhr in zwei Blöcken - ein gewaltiger mit vielleicht 200 Sportlern und ein folgender mit zwei Dutzend. Matthias Pagel vom ausrichtenden Wassersportverein Zechlin (Sparte Ball- und Laufsport): "Nach den sehr positiven Rückmeldungen aus dem Vorjahr für den Kinderlauf werden wir auch 2016 diese Möglichkeit bieten." Jene Kinder nutzen die platt getretene Spur über die Wiese für eine Schleife, die knapp einen Kilometer lang ist. Allzu lange darf ihr Startschuss jedoch nicht vom Massenstart entfernt sein. Denn "wir wollen mit dem Zieleinlauf der Kinder nicht mit den wahnsinnig schnellen Duathleten kollidieren", so Pagel. Nach etwa 20 Minuten (die Bestmarke hält Zoltan Senczyszyn mit 18:12 Minuten) sind die Besten von ihrer Runde um den Braminsee zurück. Bis dahin sollten alle Kinder ihren Applaus beim Zieleinlauf hinter sich haben. "Eine Startgebühr nehmen wir nicht für die Jüngsten", locken Pagel und sein Organisationsteam möglichst viele Aktive und auch deren Verwandtschaft auf das Sportgelände und zum Anfeuern. Die Ball- und Laufsportler des WSV zeigen sich gespannt, inwieweit die Werbekampagne in Schulen Früchte trägt. Zur Premiere wurden vor 52 Wochen neun Läufer gezählt.

Mit drei Euro Startgeld befindet sich der Beitrag für den Braminseelauf auf untersten Level. Es spielt keine Rolle, ob das Gewässer ein-, zwei- oder dreimal gerundet wird - wer an der Startlinie steht, der zahlt nur drei Euro und "bekommt dafür ein immer wieder schönes Gefühl, in der Masse zu laufen". Matthias Pagel versucht sogar, zwischen seinen organisatorischen Aufgaben die See-Runde in Angriff zu nehmen. Bei solch einem erfahrenen Team im Rücken, dürfte sein Vorhaben klappen. Immerhin ist es die 23. Auflage des Laufes, der vor ein paar Jahren einzuschlafen drohte. Doch der Generationswechsel im Orga-Team kam rechtzeitig, um die Tradition fortleben zu lassen.

Drei Jahre älter als der Lauf ist der Ruppiner Duathlon. Und es zeichnet sich für die 26. Auflage ein Rekord ab: Gingen in den Vorjahren etwa einhundert Sportler an den Start, so wurden vor zwei Jahren 119 gezählt. Vor zwölf Monaten verkündete der Kreissportbund sogar 131 Duathleten. Neun mehr könnten es morgen werden, wenn alle Angemeldeten anreisen. Den Titel des schnellsten Ruppiners wird Fjodor Arndt wohl loswerden. Seine Marke steht zwar bei 1:33:22 Stunden, aber in der diesjährigen Starterliste fehlt der Neuruppiner.

Erhöhte Aufmerksamkeit ist am 16. April für zwei Stunden im Straßenverkehr nötig. Die Sportler biegen mit hoher Geschwindigkeit in der Ortseingangskurve (aus Rheinsberg kommend) auf die Hauptstraße ein und nehmen den Kurs Kunsterspring. Nach einer Wende geht auf der gleichen Straße zurück. Demnach ist der Verkehr ab 11.20 Uhr beeinträchtigt. Die Empfehlung: Mindestens 1,50 Meter seitlichen Abstand gewähren und auf ausreichend große Lücken achten. Noch besser: Wer kann, sollte im Zeitfenster über die Mittagsstunde auf den Pkw verzichten.

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