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Blau, Rot und Schwarz gesehen

Doppelstart: Auf die tiefe Wiese wurden am Sonnabend sowohl 53 Braminseeläufer als auch mehr als einhundert Duathleten geschickt. An die Spitze setzte sich bei seiner Premiere in Dorf Zechlin sofort Christian Tölg (rechts).
Doppelstart: Auf die tiefe Wiese wurden am Sonnabend sowohl 53 Braminseeläufer als auch mehr als einhundert Duathleten geschickt. An die Spitze setzte sich bei seiner Premiere in Dorf Zechlin sofort Christian Tölg (rechts). © Foto: MZV
Matthias Haack / 18.04.2016, 05:32 Uhr - Aktualisiert 18.04.2016, 15:25
Dorf Zechlin (RA) 113 Finisher, keine Unfälle, strahlende Gesichter bei der Siegerehrung - dennoch gab es ein prägendes Thema am Sonnabend beim Duathlon. Ein Ausdauersportler wurde disqualifiziert.

Einsatzleiter Volker Zwick erklärte: "Auf der Rücktour der Radstrecke mussten wir wegen nicht eingehaltenen Abstands zwei Sportlern die Blaue Karte zeigen." Zwölf Meter sind vorgeschrieben. Die Kampfrichter haderten auf ihrer Kontrollfahrt mit zweien aus dem Führungstrio. Zwick: "Die Zweiminutenstrafe muss dann in der Penalty-Box abgesessen werden." Schwierig ist das, weil die Athleten ohne Trainer oder Betreuer kommen und "somit auf sich allein angewiesen sind. Aber der eine hielt sich nicht daran."

Ausdauersportler aus Nah und Fern kämpfen um Bestzeiten.
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Duathlon und Braminseelauf in Dorf Zechlin

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Er verließ die Zone beim Wechsel von Rad auf die Laufstrecke zu früh, wurde auf seine Sperre hingewiesen, "echauffierte sich aber so sehr, dass er heftige Worte unterhalb der Gürtellinie los wurde". Die Konsequenz: Die Rote Karte wegen grob unsportlichen Verhaltens. Zwick: "Der Sportler verließ sofort den Wettkampf."

Damit war der Weg frei für den Berliner Christian Tölg. Der schnellste Läufer legte erneut eine famose Runde um den Braminsee hin und brachte einen Ein-Minuten-Vorsprung vor Teamkollegen Stephan Leuendorff (beide A3k Berlin) ins Ziel. Bronze ging an Stefan Mäde vom Zeppelin-Team OSC Potsdam. Vierter unter 85 Minuten für die zweimal fünf Kilometer Laufen und 30 Kilometer Radfahren wurde Enrico Heinowsky aus Berlin.

Schnellster Ruppiner wurde Claus Mohrmann. Der Wittstocker (1:34:29 Stunden) startete für Triathlon Potsdam, kam kurz vor Bodo Schröter (Ruppiner Triathlonverein) über die Ziellinie. Schröter hat ein hehres Ziel in dieser Saison: Beim Iron-Man in Frankfurt (Main) die Qualifikation für Hawaii schaffen. Seine Strategie beim Ruppiner Duathlon: "Hohe Frequenz, also kleiner Gang bei der Hintour. Mit Rückenwind dann anders herum." Schröter schnappte sich auf der Geraden zwischen Gühlen-Glienicke und Dorf Zechlin einige. "Unglaublich, was er für ein Tempo fuhr", zollte Vereinskollege Ulrich Herzberg dem 59-Jährigen Respekt. Über 40 Kilometer pro Stunde und das bei einem verminderten Trainingsaufwand, weil er dienstlich verreist war - Bodo Schröter scheint auf dem besten Weg, in seinem zweiten Versuch den Iron Man auf Hawaii zu realisieren. Vor vier Jahren hatte der Pritzwalker wegen einer Krankheit noch passen müssen.

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