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Wald bei Friedrichsthal zu einem Achtel kampfmittelfrei

Zehn Granaten an der Oder gesprengt

Kerstin Unger / 28.04.2016, 05:45 Uhr
Friedrichsthal (MOZ) Mehrere Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge machten sich am Mittwochvormittag von Schwedt aus auf den Weg in Richtung Gartz. In einem Waldstück bei Friedrichsthal wurde erneut Kriegsmunition gesprengt. Etliche Wege wurden für drei Stunden abgesperrt.

Um 10 Uhr erwarteten die Einsatzleiterin Monika Krüger und ihre Mitarbeiter vom Ordnungsamt der Schwedter Stadtverwaltung die rund 30 Frauen und Männer von der Polizei und der Feuerwehr, die als Sperrposten eingesetzt wurden. Monika Krüger informierte die Helfer über die Standorte und die Vorgehensweise. Auch wenn sich bei diesen Terminen meist bekannte Gesichter wiedertreffen, Routine werden diese Einsätze nie. Sprengmeister André Vogel vom Kampfmittelräumdienst hat die Einsätze in dieser Region nicht mitgezählt. Er kennt die Gefahren, die selbst von der kleinsten Granate ausgehen. "Wir werden aus sicherer Entfernung sprengen", sagt er.

Die Kampfmittelräumfirma GFLK GmbH hat vor einiger Zeit damit begonnen, das Gebiet zwischen Teerofenbrücke und Gartz planmäßig nach Munition aus dem Zweiten Weltkrieg abzusuchen. Dieses Gebiet gehörte zur Hauptkampflinie. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Funde von Blindgängern. "Jetzt wird der komplette Bereich beräumt. Auf einem Achtel der Fläche ist das schon passiert", erklärt André Vogel.

Die insgesamt zehn Granaten, die im südöstlichen Teil der Forstabteilung gefunden und am Mittwoch unschädlich gemacht wurden, waren nicht transportfähig. Sie wurden in zwei Serien gesprengt.

Ab 10.30 Uhr wurden sämtliche Wege dorthin weiträumig abgesperrt. Problematisch bei diesem Einsatz war, dass fast zehn Waldwege zur Gefahrenstelle führten, darunter auch der von Touristen gern befahrene Oder-Neiße-Radweg. Durch Radio und Presse war über die Sprengung informiert worden. Die Sperrposten gingen zur Sicherheit noch einmal mit Lautsprechern durch den Wald und bezogen dann an den markanten Stellen Posten, ehe nach der allgemeinen Bestätigung "Standort gesichert" die ausgemachten Sprengsignale ertönten. Gegen 12.15 Uhr und damit 45 Minuten vorfristig, wurde die Sperrung aufgehoben. Die Munition, darunter eine 120-Millimeter-Wurfgranate, drei 85-Millimeter-Sprenggranaten und fünf 82-Millimeter-Wurfgranaten, war unschädlich gemacht.

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