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Mehr als 2000 Teilnehmer beim Motorradgottesdienst in Friedrichswalde

Auch Biker können heilig werden

Unterwegs: Nach dem Gottesdienst ging es zur gemeinsamen Ausfahrt durch den Barnim auf die Straße. "Keine Wheelies" (fahren auf einem Rad), bat Pfarrer Ralf Schwieger.
Unterwegs: Nach dem Gottesdienst ging es zur gemeinsamen Ausfahrt durch den Barnim auf die Straße. "Keine Wheelies" (fahren auf einem Rad), bat Pfarrer Ralf Schwieger. © Foto: Matthias Wagner
Matthias Wagner / 10.05.2016, 05:15 Uhr
Friedrichswalde (MOZ) Das war ein Gottesgeschenk. Die Sonne lachte von einem makellosen Himmel und das Quecksilber erreichte mehr als 25 Grad. Rund 2000 Bikern und Schaulustigen war das Grund genug, sich zum 21. Motorradgottesdienst in Friedrichswalde einzufinden und gemeinsam ihr Hobby zu pflegen. Wie immer hatte Pfarrer Ralf Schwieger geladen, der selbst leidenschaftlicher Motorradfahrer ist

"Wir kommen alle wegen Ralf hierher", sagte Frank Jürgens aus Velten, der bereits zum 19. Mal am Motorradgottesdienst teilnimmt. Und er fand noch mehr lobende und anerkennende Worte für den engagierten Friedrichswalder Gottesmann. Ralf wolle niemanden bekehren, er sei einfach nur wie ein guter Freund, der freilich in der Kirche das Wort Gottes verkünde, aber ansonsten eben auch ein begeisterter Biker sei, so Jürgens.

Und so stimmte die Formation "FatHat" zum Beginn des Gottesdienstes um 14 Uhr ihren traditionellen Titel "Get Born" (Geboren sein) in gehöriger Lautstärke an, die man so gewöhnlich nicht in der Kirche vernimmt. "Wir als Motorradfahrer können, wie alle anderen auch, heilig werden", stellte Schwieger in den Raum. Man sei genauso perfekt oder unzulänglich, wie jeder andere.

Die Maschinen der Teilnehmer parkten derweil in einer Art Schau-Meile beinahe bis zu den Ortsausgängen in beiden Richtungen der Landstraße. Ganz neu war heuer die Präsentation der japanischen Motorradmarke Suzuki, die mit einem eigenen Team und einen Truck angereist war und brandneue Modelle vorstellte, die auch gefahren werden durften. Organisiert hatten das Glanzlicht vier Händler aus Lichterfelde, Neustrelitz, Berlin und Fürstenwalde. Außerdem konnten die Motorradjünger auf einem Leistungsprüfstand den Zustand ihrer Zweiräder überprüfen lassen, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde.

Selbstverständlich mit Gottes Segen und mit dem der Polizei in Gestalt von Toralf Stiebler, der die Veranstaltung, wie jedes Mal, mit zahlreichen Unterstützern absicherte.

Die Fürbitte widmete sich dem Schutz der Motorradfahrer und bat um einen rücksichtsvollen Umgang miteinander. Danach wurde das "Vaterunser" gebetet und mit einer Schweigeminute der im vergangenen Jahr verunglückten Bikerfreunde gedacht. Dann setze sich die Motorradkarawane mit hunderten Maschinen unter Leitung der Polizei in Bewegung. Es ging über Joachimsthal, Golzow, Britz Lichterfelde und Altenhof zurück nach Friedrichswalde. "Im nächsten Jahr gibt es wieder einen Motorradgottesdienst", versprach Schwieger.

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