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Ländliche Handwerkskunst gezeigt

Für die Kürbissaat: Helmut Hulitschke erläutert Familie Richter seine Exponate
Für die Kürbissaat: Helmut Hulitschke erläutert Familie Richter seine Exponate © Foto: Ulf Grieger
LR SEE / 24.05.2016, 06:21 Uhr
Buschdorf/Friedrichsaue (MOZ) Der Fußweg zum Friedrichsauer Dorfmuseum war am Sonntag wieder mit historischer Landtechnik umsäumt. Liebevoll aufgearbeitet und renaturiert, waren diesmal vor allem kleine Geräte zur Bodenbearbeitung zu sehen. Unikate sind darunter, die eigentlich nur noch selten zu sehen sind. Weil sie in der Werkstatt des gebürtigen Niederschlesiers Helmut Hulitschke wieder zu neuem Leben erweckt wurden. Oder weil sie von Freunden wie Wolfgang Heinze an das Dorfmuseum übergeben wurden. Klaus Richter, der Seelower Kommunalpolitiker hatte mit seiner Frau eine Museumstags-Rundreise unternommen, war angetan vom hohen Spezialisierungsgrad dieser Geräte, die für den Laien alle ähnlich aussehen. Aber nein: Da gibt es den breiten Pflug, der in der Domäne Friedrichsaue speziell zum Ableiten des Oberflächenwassers gebaut worden war. Oder den Mehrschaarpflug, mit dem man die Reihen für die Kürbissaat zwischen den Früchten schaffen konnte. Nicht nur für die Funktion, auch für die Zugtiere waren spezielle Vorrichtungen vorhanden. Denn nicht nur Pferde wurden im Oderbruch vorgespannt, sondern auch Rinder. Und wenn es schlecht lief, dann mussten die ganze Familie "mitziehen", wie es heute noch sprichwörtlich heißt.

In Buschdorf freute sich Thea Müller über zahlreiche Gäste. Die wurden vom "Spontan-Duo" mit Dieter Luck und Dieter Miethke musikalisch mit Eigenkompositionen unterhalten. Barbara Miethke gab Einblicke ins alte Klöppelhandwerk, während aus der Backscheune der verführerische Duft von Bienenstich und Streuselschnecken herüberzog. Familie Porath hatte schon traditionell die Unterhaltungsabteilung und das Grillen übernommen. Bei Martin Porath konnten die Gäste ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen.

Der Zahl von 1700 Exponaten ist das Korbflechtermuseum am Sonntag ein Stück näher gekommen. Hanne Dörschmann überreichte Meisterin Thea Müller eine afrikanischen Handtasche in Flaschenform, die kunstvoll aus Bast und Bananenblattrispe gefertigt ist.

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