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Alter Pferdestall in Demnitz ist jetzt Galerie

Im neuen Ausstellungsraum mit alten Geräten: Rüdiger Oßwald präsentiert einen Zinkeimer, Christel Simmat ein Bund Gerste und Beatrice Oppermann einen Korn-Prüfer (v.l.).
Im neuen Ausstellungsraum mit alten Geräten: Rüdiger Oßwald präsentiert einen Zinkeimer, Christel Simmat ein Bund Gerste und Beatrice Oppermann einen Korn-Prüfer (v.l.). © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 01.06.2016, 06:34 Uhr
Demnitz (MOZ) Das Nebengebäude des Demnitzer Pfarrhauses erstrahlt in neuem Glanz. Der alte Pferdestall, lange Gemeinderaum der Kirche, ist durch den Einsatz vieler Ehrenamtler des Heimatvereins nun zu einem weiteren Ausstellungsgebäude geworden. Eröffnet wird die ländliche Schau an diesem Sonntag - verbunden mit einem Kinderfest.

Das Umziehen sind die Akteure vom Heimatverein gewöhnt. 2010 kam die Heimatstube ins alte Pfarrhaus, hatte aber nur zwei Räume und zeitgleich eine große Ausstellung über Pfarrer Claus Sperling (1890-1971). Anfang 2013 zog man wieder aus, da das Haus saniert wurde. Im Mai 2014 wurde es feierlich übergeben - wieder nur mit zwei Räumen. Der Rest der Schätze stapelte sich unterm Dach, aber auch eingelagert im alten Konsum am Schloss. Da die Kirchengemeinde ihren Raum für Feiern, Gottesdienste und Familienkreis nun im Pfarrhaus abhält, übertrug die Kirchengemeinde das Gebäude zur Ausstellungs-Nutzung dem Verein. Seither wurde gemalert, dann auch die Fassade und die Türen und Fenster auf Vordermann gebracht. "Seit März haben 15 Mitstreiter fast jedes Wochenende hier gearbeitet", erklärt Beatrice Oppermann, die Vize-Vorsitzende im Verein. Viele haben angepackt, um den Pfarrgarten auf Vordermann zu bringen und teils schweren Geräte in die Räume zu verteilen. "Damit haben wir jetzt für alle Ausstellungsstücke endlich viel mehr Platz." Die größten Schätze stehen unterm Schleppdach wie die Kartoffelklapper, der Schuffel- und der Häufelpflug und eine große Egge. Im Vorraum des Hauses ist ein kleines DDR-Zimmer eingerichtet und sieht man auch Dokumente vom Buchhalter Rüdiger Oßwald aus Zeiten der LPG. Der große Raum ist vollgepackt mit landwirtschaftlichen Geräten aller Art, aber auch Haushalt-Dingen vieler Demnitzer wie Wäscherolle, Zuber sowie handwerkliche Werkzeuge verschiedener Berufe. Freuen kann man sich aber auch über viele alte Fotos und das Ortsmodell von 1840.

Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag um 11 Uhr. Auch die Räume im Pfarrhaus kann man besichtigen. Bis 16 Uhr findet auf dem Gelände auch ein Kinderfest statt, mit vielen Spielen, aber auch Angeboten der Feuerwehr und der Polizei. Für das leibliche Wohl ist durchweg gesorgt. Als besonderer Höhepunkt hält anlässlich des Jubiläums "125 Jahre Oder-Spree-Kanal" der Fürstenwalder Schleusen-Chef Gordon Starcken um 14.30 Uhr einen halbstündigen Vortrag zu den Schleusen der Region und zeigt historisches Filmmaterial von 1928 vom Bau der Zwillingsschachtschleuse in Fürstenberg/Oder (heute Eisenhüttenstadt). "Das passt gut zusammen, denn viele Demnitzer Bauern brachten früher ihre Waren zum Niederlagetor nach Fürstenwalde. Ohne die Schleuse hätte es das nicht gegeben", so Oppermann.

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