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Flanieren wie Merkel und Kollegen

Technik, die begeistert: Der Kanzler-Hubschrauber landete am Tag der offenen Schlosstür wieder zuverlässig in Meseberg. Die Crew beantwortete Fragen der vielen Schaulustigen.
Technik, die begeistert: Der Kanzler-Hubschrauber landete am Tag der offenen Schlosstür wieder zuverlässig in Meseberg. Die Crew beantwortete Fragen der vielen Schaulustigen. © Foto: MZV
Maria Ugoljew / 13.06.2016, 07:10 Uhr
Meseberg (GZ) "So soll mein Garten auch aussehen!", sagte ein Mann zu seiner Begleitung beim Betreten der barocken Grünanlage in Meseberg. Es ist eine Pracht, die ihm dort begegnet: ein akkurat gepflegter Rasen, uralte Bäume, blühende Rosen, Springbrunnen - wo der Besucher auch hinschaut, begegnet ihm herrschaftliche Schönheit pur.

Die Gäste des Tages des offenen Schlosses, dem Gästehaus der Bundesregierung, kommen aus dem Staunen nicht heraus. Herausgeputzt und detailreich sind die Räume dekoriert worden. "Wie das Service immer zur Einrichtung passt, toll!", ruft eine Besucherin beim Betrachten des Garten-Pavillons. Auch die Blumenarrangements auf den festlich gedeckten Tafeln bleiben den Gästen in Erinnerung.

Hunderte Interessierte pilgerten an diesem Sonnabend zum Anwesen, um neugierig hinter die sonst verschlossenen Türen zu blicken. Seit 2007 nutzt die Bundesregierung das Schloss, das von der Messerschmitt-Stiftung denkmalgerecht saniert worden ist, als Gästehaus. Das erste Gespräch dort führte Kanzlerin Angela Merkel mit dem ehemaligen französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac. Seitdem finden dort in größeren Zeitabständen Treffen statt, wie die Klausur der Bundesregierung im Mai.

Doch die Politik spielte an diesem Tag keine Rolle. Lediglich beim Betreten der Anlage wusste der Besucher, dass es sich nicht um ein x-beliebiges Schloss handelt. Denn wer einen Rundgang machen wollte, musste erst einmal die Sicherheitskontrolle passieren. Das heißt: Taschen leeren, Personalausweis vorzeigen, sich mit einem Metalldetektor abtasten lassen. Erst dann waren die Gäste dazu befugt, das Gelände zu betreten. Allerdings nur teilweise - das Obergeschoss des Gebäudes, in dem sich unter anderem die Suiten befinden, durfte nicht betreten werden. Absperrungen und Sicherheitspersonal machten das deutlich.

Gisela Sengpiel störte sich nicht daran. "Ich bin beeindruckt", sagte sie. Ihr Ehemann Hans Jürgen nickte ihr zustimmend zu. Bereits vor zwei Jahren hatten sie den Aktionstag wahrnehmen wollen, berichtete das Ehepaar aus Wittenberge. "Aber da kamen wir zu spät. Da war schon alles geschlossen", sagte Gisela Sengpiel.

Während am Sonnabend einerseits das Gästehaus besichtigt werden konnte, öffnete andererseits auch die Dorfkirche ihre Pforten. Außerdem lud ein Markt vor dem Eingang zum Verweilen ein.

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