Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Meerschweinchen gerettet

Kuschlige Spielkameraden: Mimi, die Pflegetochter von Beate Klevenhusen, und ihre Enkelin Tabea freuen sich über die Meerschweinchen und ihren Nachwuchs.
Kuschlige Spielkameraden: Mimi, die Pflegetochter von Beate Klevenhusen, und ihre Enkelin Tabea freuen sich über die Meerschweinchen und ihren Nachwuchs. © Foto: MOZ/Eggers
Joachim Eggers / 14.06.2016, 20:29 Uhr - Aktualisiert 24.01.2017, 16:18
Markgrafpieske (MOZ) Fünf im Wald ausgesetzte Meerschweinchen haben Beate Klevenhusen und ihr Mann Ralf Schmidt im Wald gefunden. Zwei Böckchen gaben sie ab, zwei der drei Weibchen haben geworfen - jetzt sind es schon elf Tiere. Beate Klevenhusen will einige abgeben.

Auch drei Wochen nach dem Fund überkommt Beate Klevenhusen noch die Empörung, wenn sie sich vergegenwärtigt, wo ihr Mann die kleinen Tierchen fand. Sie waren ausgesetzt mitten im Wald, an einer schwer zugänglichen Stelle. Der Hund war auf die Meerschweinchen aufmerksam geworden. "Ihr Fell war voller Tannennadeln und Zecken", erinnert sich Beate Klevenhusen. Die kleinen Säuger hätten wohl kaum überlebt, hätten die Markgrafpiesker sie nicht zu sich auf ihr Grundstück genommen. "Es ist doch wirklich nicht schwer, eine andere Lösung zu finden", sagt Beate Klevenhusen kopfschüttelnd, "und wenn man die Tiere nachts vors Tierheim stellt." Es habe einige Mühe gekostet, die scheuen Tiere in den Brombeersträuchern einzufangen.

Beate Klevenhusen hat einen alten Zirkuswagen im Garten, der jetzt auch als Hasenstall dient. Dort hat sie auch die Meerschweinchen einquartiert. Wobei sie die männlichen Tiere, die Böckchen, rasch abgab. Genommen hat sie zunächst Amtsdirektor Joachim Schröder, der sie aber längst weitervermittelt hat. "Eine junge Frau hat sie mitgenommen", sagt er.

Bei Beate Klevenhusen sind es dann rasch mehr Meerschweinchen geworden. Zwei der drei Weibchen haben Nachwuchs geworfen, so dass aus drei kleinen Nagern elf wurden. Mit geübtem Blick hat die Markgrafpieskerin festgestellt, was sie da für Nachwuchs hat: Der erste Wurf bestand aus je zwei männlichen zwei weiblichen Tieren, beim zweiten - in der vorigen Woche - waren die Weibchen mit drei zu eins in der Überzahl.

Ob das dritte ausgewachsene Meerschweinchen auch noch trächtig ist, steht noch nicht fest. Beate Klevenhusen will die Jungtiere jetzt noch einige Zeit säugen lassen und päppeln. Dabei hat sie Unterstützung aus dem Dorf erfahren. "Eine junge Frau hat spontan einen Käfig und Möhren gebracht", freut sich die Markgrafpieskerin. Dabei hat sie selbst Salatblätter im Garten. Auf Dauer aber will Beate Klevenhusen nicht elf Meerschweinchen behalten und würde sich deshalb freuen, wenn es Interessenten gibt, die ihr die Haustiere abnehmen. Ein Gedanke allerdings bereitet ihr immer noch Sorge: "Hoffentlich haben wir auch wirklich alle ausgesetzten Tiere."

Kontakt - Tel. 0176 63732614

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG