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Fehlende Beschilderung wird gefährlich

Josephin Hartwig / 18.06.2016, 05:54 Uhr
Alt Rosenthal (MOZ) Der Alt Rosenthaler Tobias Voigt hat sich mit großen Bedenken an das Amt Seelow-Land gewendet. Es geht um die Bauarbeiten am Bahnhof Alt Rosenthal, die im Auftrag der Deutschen Bahn derzeit von der Firma Strabag ausgeführt werden. Umleitungen seien nicht ausgeschildert, die Baustelle nicht als gesperrt gekennzeichnet. "Die vorhandene Beschilderung, die lediglich eine Sackgasse und keine Umleitung ausweist, steht meistens weggedreht und ist nahezu unsichtbar", erklärte Tobias Voigt in seinem Schreiben. Außerdem wies er daraufhin, dass es Rettungskräfte und Feuerwehren schwer haben würden, im Ernstfall schnell ihr Ziel zu erreichen. Grundstücke, die jenseits des Bahnübergangs liegen, seien schwer zu erreichen. Die Umwegung bestehe zu einem großen Teil aus schmalen, einspurigen und unbefestigten Waldwegen, die nicht für das befahren von Bau-, Transport- und Einsatzfahrzeugen ausgelegt sei.

Thomas Jahn vom Straßenverkehrsamt erklärte, er sei davon ausgegangen, dass die Baumaßnahmen mit den Betroffenen in Alt Rosenthal und mit dem Amt Seelow-Land abgesprochen sei. Eine Umleitungsbeschilderung hält er für nicht erforderlich, da der betroffene Personenkreis gering sei.

Tobias Voigt bezeichnet die derzeitige Verkehrsbeschilderung als sinnlos. "Am Bahnübergang steht ein weiteres Schild, das eine Gefahrenquelle ankündigt, mit dem Zusatz Radfahrer absteigen", erklärte er. Wenige Meter dahinter folge der Hinweis, dass der Übergang vollständig gesperrt sei.

Das Straßenverkehrsamt hat die Leitstelle sowie den Rettungsdienst über die mögliche Nutzung der Lindenallee, der Bahnunterführung und des Verbindungswegs zur Bahnhofstraße 6 und 7 informiert. Dieser Verbindungsweg sei unbefestigt und relativ schmal. "Hier gilt jedoch, bei dem Befahren dieses Weges, die Straßenverkehrsordnung", erklärte Thomas Jahn. Dieser Weg sei natürlich auch der kürzere, im Vergleich zum Platkower Weg / Waldstraße in Platkow.

Nach Rücksprache mit dem bauausführendem Unternehmen werde das auch sichergestellt. Die Firma Strabag habe mitgeteilt, das die Nutzung des Bahnüberganges für Rettungsfahrzeuge für den Bauzeitraum, voraussichtlich noch bis 28. Juni, definitiv nicht möglich sei.

Tobias Voigt appelliert an das Amt, die Vorgehensweise weiter zu überdenken, da es für ältere Mitbürger, die in den betroffenen Straßen wohnen, lebensgefährlich sein kann, wenn Rettungsfahrzeuge nicht zeitnah zu ihnen gelangen können.

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