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Sport mit Schläuchen und Pumpen

Löschangriff: Sechs der acht Frauen des Feuerwehr-Teams trainierten am Montagabend in Arensdorf.
Löschangriff: Sechs der acht Frauen des Feuerwehr-Teams trainierten am Montagabend in Arensdorf. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam / 22.06.2016, 06:29 Uhr
Arensdorf (MOZ) Sie schleppen Schläuche, bedienen die Pumpe, flitzen über den Platz und füllen Zielbehälter. Feuerwehr-Einsatzkräfte üben den Löschangriff Nass immer wieder, um bei Bränden schnellstmöglich die Wasserversorgung zu sichern. Frauen sind dabei selten aktiv. Umso erstaunlicher ist, dass es jetzt in der Gemeinde Steinhöfel erstmals eine Frauengruppe gibt - das Feuerwehr Team Arensdorf macht Feuerwehrsport.

Während man bei der Feuerwehr in allen Bereichen fit sein muss, liegt beim Feuerwehrsport der Focus auf dem Löschangriff Nass. "Wir haben vor einem Jahr beim Nachtpokal in Seelow das Team des Heinersdorfer Feuerwehrsports gesehen und gedacht, was die Männer können, können wir auch", erinnert sich Sarah Böhnert aus Schönfelde. Mit Sara Charlet (Arensdorf) und Nadine Seefried (Behlendorf) schoben sie die Gründung an.

Aktuell sind es acht Frauen im Alter von 16 bis Anfang 20, die aus den umliegenden Dörfern sowie aus Fürstenwalde und Lietzen kommen, um alle 14 Tage auf dem Arensdorfer Sportplatz zu trainieren. So auch am Montagabend. Ortswehrführer Robert Steindamm schickt sie mehrfach los auf die 90 Meter lange Strecke. Die Läufe funktionieren, der Trainer ist zufrieden. Das sie dabei nass werden, stört keine Frau, denn ein Großteil ist in Feuerwehren aktiv. Das sei aber keine Voraussetzung zum Mitmachen, betonen sie. Weitere Frauen (ab 16 Jahre) sind willkommen und sollten sich melden per Mail: fitforfire@web.de.

Den ersten Erfolg kann das Team auch schon vorweisen. Beim Herbstpokal in Alt Madlitz holten sie den 1. Platz. Auch dieses Jahr wollen sie dort wieder starten. Noch überlegen sie, ob sie im August zum Ackerpokal nach Ihlow (MOL) fahren. Gut sichtbar wären sie dann allemal - dank der roten Shirts, gesponsert von einer Fürstenwalder Reifenfirma. Weitere Sponsoren werden gesucht, zumal man sich bald eigene Wettkampfschläuche und -Geräte anschaffen will. "Die sind etwas leichter als die normale Technik der Feuerwehr", erklärt der Robert Steindamm.

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