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Altglobsow war eine zufällige Bekanntschaft

Bio-Gärtner: Frank Rumpe
Bio-Gärtner: Frank Rumpe © Foto: MZV
Mandy Oys / 30.06.2016, 23:05 Uhr
Altglobsow (GZ) Dass Hoffremde zwischen seinen Gemüsereihen und Kräuterbeeten wandeln, gehört zum Konzept von Frank Rumpe. Der Neu-Altglobsower heißt jeden "willkommen" in seinem Biogarten und überlässt ihn bei der Ernte für den Mittags-Eintopf sich selbst und der Vertrauenskasse - anders als zwei Dutzend Grundschüler aus Fürstenberg.

Frank Rumpe nahm sich am Donnerstag Zeit, um die Kinder über den Hof in Altglobsow zu führen. Seit anderthalb Jahren lebt Rumpe hier. "Ich bin auf den Radweg Berlin-Kopenhagen unterwegs gewesen und hier vorbeigeradelt", erzählt Rumpe. Als er am ehemaligen Gärtnerhof d'Heureuse das Schild "zu verkaufen" sah, traf er spontan eine Entscheidung, so beeindruckt war er von der Landschaft. Wer darauf ungläubig guckt, hört den Nachsatz: "Ja, es stimmt wirklich!"

Es habe knapp zwei Jahre gedauert, ehe er sich mit dem Vorbesitzer einigte und der Kauf abgewickelt war. Auch der Weiße See habe zum Anwesen gehört. 160 000 Euro sollte der kosten, erinnert man sich an diesem Donnerstagnachmittag. Dass der See zwei Eigentümer hatte, sei sein Glück gewesen, meint Rumpe lachend. So sei er um den Kauf herumgekommen. Die ehemalige Gärtnerei aber wurde das neue Zuhause des gebürtigen Schweizers. Elf Hektar gehören zum Hof, drei davon sind mit Wald bewachsen. Den Rest bewirtschaftet Frank Rumpe und liefert Gemüse, Obst und Kräuter auch in die nahe Nachbarschaft.

Zu seinen Kunden gehöre auch der Gastronom der Alten Reederei in Fürstenberg. Und weil die Leiterin der AG Bio-Schulgarten der Drei-Seen-Grundschule regelmäßig auch ein Auge auf das Grün hinter der Reederei hat, lernte man sich kennen. Christa Lüder sagt, es sei eine Freundschaft daraus geworden. Was habe also näher gelegen, als den Bio-Garten mit den Kindern der Drei-Seen-Grundschule zu besuchen. Gemeinsam mit Ina-Maria Raschen und den Kindern brachte sie Früchte mit. "Unser wunderbarer Bio-Bauer hat uns schließlich eingeladen", sagte Raschen. Frank Rumpes Radieschen und so einiges mehr ernteten die Kinder fürs anschließende Picknick, mit Altglobsower Säften und Brot.

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