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Schon 100 Euro realisieren den Apfeltraum

"Apfeltraum": das Logo des Ökohofs in Eggersdorf bei Müncheberg
"Apfeltraum": das Logo des Ökohofs in Eggersdorf bei Müncheberg © Foto: Biohof Apfeltraum
Gabriele Rataj / 06.07.2016, 07:17 Uhr
Eggersdorf/Mü (MOZ) (MOZ) Er ist im bundesweiten Netzwerk gelistet und wurde vom Bundesministerium zu einem von 200 Demonstrationsbetrieben Ökologischer Landbau ernannt. Als Aktionär des Biohofs "Apfeltraum" kann jetzt jeder Nachhaltigkeit unterstützen.

Der Jungpflanzentag bei den "Apfelträumern" ist mittlerweile ebenso gefragt wie die Belieferung von Haushalten mit der Abo-Kiste. Auf vier Berliner Märkten sind die Eggersdorfer eine feste Adresse, Bio-Kochkurse und Hofführungen werden über Internet gebucht. Die Sarah-Wiener-Stiftung kürte den Demeter-Betrieb zum Biohof des Jahres 2013 und schickt seit 2014 auch ihre Genuss-Botschafter zur Schulung nach Eggersdorf.

Seit sich Anfang der 1990er-Jahre 20 junge Leute vor den Toren Berlins in biologisch-dynamischem Anbau versuchten, hat sich der Biohof "Apfeltraum" ziemlich gemausert. Fünf eigenständige kleine Betriebe bzw. Familien-Existenzen sind unter diesem Namen versammelt und miteinander verbunden.

Da ist die Gärtnerei von Annette Glaser und Boris Laufer, die gut 30 Gemüsearten und Kräuter produzieren. Die Imkerei von Wiebke Deeken ergänzt die Angebote des Hofes und besitzt durch die Bestäubungsleistung der 18 Bienenvölker zugleich eine wichtige Funktion. Die Baumschule von Mathias Bartsch und die Abo-Kisten mit frischen saisonalen Erzeugnissen sind weitere Komponenten.

Dazu kommt Stefan Schulz, der auf 120 Hektar Landbau betreibt, für vielfältige Ackerfruchtfolgen von Kleegras über Roggen, Lupinen und Dinkel bei Gründüngung sorgt und vor allem Kartoffeln liefert. Mit Kirsten Hänsels 20 Mutterkühen, etwa 40 Schafen und ein paar Schweinen - alles alte Haustierrassen - sorgen sie dafür, dass Wirtschaften auf dem Hof "Apfeltraum" eine runde Sache ist.

Dieses, auf Nachhaltigkeit basierende Modell beeindruckte Marco Gläser, der schon als Auszubildender eines regionalen Geldinstitutes von den Apfelträumern gehört, sich kundig gemacht und später vor Ort umgeschaut hatte. Er beteiligte sich nicht nur wie rund 200 weitere Anteilseigner an der 2005 gegründeten Aktiengesellschaft. Über Stationen als Beisitzer und Aufsichtsratsmitglied versucht er seither, seine Profession als Finanzkaufmann in die bisher ehrenamtlich geführte AG einzubringen.

Vor zehn Jahren sei über Beteiligung der Aktionäre die Sanierung eines Teils des ehemaligen Pferdestalls möglich geworden, wo jetzt biologisches Essen für Kitas gekocht und Seminare durchgeführt werden, berichtet der 28-Jährige.

Seit Mai fungiert er als Geschäftsführer der Apfeltraum-AG, die unter einem Dach auch den eingetragenen Verein Hof Apfeltraum und eine GbR für Landerwerb vereint und künftig einmal in eine Holding führt . Sie fasst nun zunächst die Sanierung der anderen Gebäudehälfte ins Auge. Ein Hofladen und eine Bäckerei sollen dort etabliert werden.

Hier sieht Gläser die ideale Gelegenheit "für Menschen, die Wert auf sinnvolles, nachhaltiges Wirtschaften in der Region legen" und so auch für nachfolgende Generationen etwas tun wollen, sich zu beteiligen. Noch bis 31. Juli können diese sich über Namensaktien zum Stückwert von 100 Euro einbringen. Sie sorgen mit dafür, dass der Apfeltraum real ist.

Info/Kontakt: www.hof-apfeltraum.de bzw. E-Mail an marco.glaeser@hof-apfeltraum.de

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