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Turnhalle wird Begegnungsstätte

Auf der Baustelle: Hannelore Kompa (Mitte), Manuela Vietzke und Siegfried Teschner machen sich ein Bild vom Baufortschritt.
Auf der Baustelle: Hannelore Kompa (Mitte), Manuela Vietzke und Siegfried Teschner machen sich ein Bild vom Baufortschritt. © Foto: René Matschkowiak
René Matschkowiak / 18.07.2016, 06:20 Uhr - Aktualisiert 18.07.2016, 06:22
Kliestow (MOZ) Im Ortsteil Kliestow entsteht in einer ehemaligen Turnhalle eine Begegnungsstätte. Die evangelische Kirche lässt das Gebäude umbauen. Hannelore Kompa leistete zehn Jahre Überzeugungsarbeit für diesen Umbau.

Alte Turnhalle wird sie nur genannt in Kliestow. Dabei war dieses kleine unscheinbare Gebäude in Frankfurts Ortsteil selbst mal die Schule. Um 1850 wurde sie gebaut. Eine Klasse, später zwei, wurden dort unterrichtet. 1913 wurde dann die Schule gleich daneben neu gebaut und das ehemalige Unterrichtsgebäude wurde zur Turnhalle. Der eigentliche Turnraum umfasst etwa 50 Quadratmeter, für heutige Verhältnisse zu klein, um Schüler dort Sport machen zu lassen. Nicht aber zu klein um dieses Gebäude und den Raum als "Haus der Begegnung" zu nutzen.

Zehn Jahre hat Hannelore Kompa, sowohl Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde als auch des Heimatvereins, für diese Idee bei der evangelischen Kirche, der das Gebäude gehört, Überzeugungsarbeit geleistet. "Deswegen heißt das Haus bei vielen auch nur noch Hannelore-Haus", meint Manuela Vietzke vom Heimatverein Kliestow.

Hannelore Kompa will sich mit diesem Haus kein Denkmal setzen. Vielmehr ist sie überzeugt, dass Kliestow eine gemeinsame Begegnungsstätte benötigt. Für die Kirchengemeinde und den Heimatverein steht bisher nur ein kleiner Raum zur Verfügung, den die Wichern Diakonie den Kliestowern überlässt. Auf den etwa zwanzig Quadratmetern probt der Chor und finden auch Wintergottesdienste statt, wenn es in der Kirche zu kalt ist. "Wenn zwanzig Menschen hier sind, müssen einige draußen stehen", sagt Manuela Vietzke. Das wird sich bald ändern. Vor etwa 18 Monaten erklärte die evangelische Kirche sich bereit, die alte Turnhalle zu sanieren. Jetzt arbeiten schon die Fußbodenleger drin. Der teuerste und aufwendigste Schritt war, das Dach neu zu decken. "Im Oktober wollen wir Einweihung feiern", blickt Hannelore Kompa voraus.

Mit Peter Fritsch kümmerte sich ein erfahrener Mann um die Bauleitung. Die Mitglieder des Kliestower Heimatvereins helfen bei den Außenanlagen. Zur Hofseite durften große Fenster eingebaut werden. Zur Straße hin wird der Denkmalschutz mit einem aufgearbeiteten Fenster und einer ebensolchen Eingangstür gewahrt. Drinnen ist Platz für eine Toilette, eine Küche und einen großen Raum. Sogar ein Kamin wird für Wärme sorgen.

In diesen Tagen wird der Vertrag mit der Kirche unterschrieben, der auch dem Heimatverein eine Nutzung ermöglicht, informiert der zweite Vorsitzende des Heimatvereins Henning Krüger. "Ganz ehrlich", sagt der Mann mit der tiefen Baßstimme mit Blick auf Hannelore Kompa, "ich hatte während der zehn Jahre Überzeugungsarbeit auch nicht mehr daran geglaubt, dass das Haus jemals fertig wird. Der Heimatverein allein hätte diesen Umbau aber unmöglich stemmen können".

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