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Stimmung beim Drachenbootrennen in Jessern

Ein Cocktail gefällig? Am Strand von Jessern genießen die Zuschauer in entspannter Atmosphäre spannende Drachenboot-Rennen.
Ein Cocktail gefällig? Am Strand von Jessern genießen die Zuschauer in entspannter Atmosphäre spannende Drachenboot-Rennen. © Foto: MOZ/Jörg Kühl
Jörg Kühl / 24.07.2016, 20:03 Uhr - Aktualisiert 25.07.2016, 12:34
Jessern (MOZ) Die Stimmung bei den Drachenbootrennen in Jessern ist traditionell ausgelassen. Wenn dann noch das Wetter so mitspielt, sind die Sportler und deren Unterstützer kaum zu halten.

Am 16. Juli fand das 12. Rathenower Drachenbootrennen auf der Havel statt. Bei besten Wetter paddelten 27 Teams in drei verschiedenen Klassen um den Sieg und den Wanderpokal des Bürgermeisters. Es siegten im Ohst-Fun-Cup die Premnitzer Amtsdrachen (Stadt Premnitz) , im Volksbank-Sport-Cup lagen die Parkbänker (Volksbank Rathenow) an der Spitze und im O & F-Premium-Cup die Monster-Drachen (XXL Werbung). Den Bürgermeisterpokal konnten sich ebenfalls die Monster-Drachen sichern.
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12. Rathenower Drachenbootrennen

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Dutzende Beine baumeln bei strahlendem Sonnenschein im Wasser, während deren Besitzer an der Uferkante hocken, mit einem Cocktail oder Biermixgetränk in der Hand. Vom Kleinen Schwielochsee ertönt rythmisches Bumm, Bumm, Bumm, Bumm: Der Klang der Trommler, die auf den Drachenbooten den Takt angeben. Dazu oft urwaldähnliches Gebrüll der Paddler. Mit diesem Zutaten geriet auch die 15. Auflage des Drachenbootrennens in Jessern zum vollen Erfolg - für Sportler und für Zuschauer. "Die Finalläufe waren in diesem Jahr besonders spannend. Oft trennten die einzelnen Teams wenige Tausendstel", stellt Bianca Karras fest. Die Beeskowerin ist erste Vorsitzende des Beeskower Drachensportvereins. Beim Rennen am Schwielochsee fungierte sie jedoch als neutrale Rennleiterin, da ihr deutlich sichtbares Baby-Bäuchlein die Strapazen im Rennboot nicht mehr zulässt. Die beiden Beeskower Topteams Pulsedriver (Preußen) und Spreeteufel (Drachensportverein) bekriegen sich ausschließlich auf dem Wasser, ist Bianka Karras wichtig zu erwähnen. "Meine Schwester Monique ist Teamcaptain bei den Pulsedrivern", lacht sie. Letztere kamen in der Klasse "Mixed Sport B-Finale" auf den ersten Platz, die Spreeteufel, nur zwei Zehntelsekunden langsamer, auf Platz drei.

Familiäre Atmosphäre herrscht auch beim Stützpunkt-Zelt der Trebatscher. Etwa 70 Einwohner aus Trebatsch, Sawall und Sabrodt sind an den Schwielochsee gereist, um ihre Frauen und Männer anzutreiben und sie mit Kalorien und Flüssigkeit zu versorgen. "Bei uns gibt es Pizza, Obst, Kartoffel- und Nudelsalat, kalte Gurkensuppe, Schnitzel, Buletten, Käsespieße, ungefähr zehn Sorten Kuchen, Bowle und noch viel mehr", zählt Petra Götze-Gerlach auf. Mit seinen 67 Jahren ist Hartmut Rattke der älteste Schlachtenbummler aus der Leichhardt-Gemeinde, der jüngste Unterstützer ist der elfmonatige Niklas Seidel. Das Trebatscher Männerteam Wasserbullen siegte mit Abstand in der Rennklasse "Open Fun Finale". Das Altherrenteam "Silberrücken" belegte in der selben Klasse Rang zwei. In der Rennklasse "Schüler-Frauen Finale" siegten die jungen Lokalmatadore aus der Schwielochseeregion "Holzwürmchen", vor der Trebatscher Frauentruppe "Optische Täuschung". Das erste Mal bei einer Drachenbootregatta dabei war das gemischte Beeskower Team "IGP", dass sich bei den Preußen als zweite Mannschaft neben den Pulsdrivern etabliert hat. Am Ende belegte das erst im März gegründete Team in der Klasse "Mixed Sport C-Finale" den beachtlichen zweiten Platz.

Die "Holzwürmer" mit Sportlern aus der Schwielochseeregion, kam in der Klasse "Mixed Fun-Finale" auf den zweiten Platz. "Treibgut", eine gemischte Mannschaft aus Storkow, staubte in der Klasse "Mixed Sport A-Finale" den dritten Platz ab.

Zwischen den sportlichen Wettbewerben hatten die Zuschauer mehrmals die Gelegenheit, sich an Schnupperfahrten im Drachenboot zu beteiligen. Im Anschluss an die Siegerehrung stieg am Kleinen Schwielochsee die Aftershow-Beachparty, die bis spät in die Nacht dauerte. "Besser hätte das alles nicht laufen können", zog Veranstalter Nico Herrmann eine positive Bilanz sowohl der sportlichen, als auch der geselligen Ereignisse.

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