Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Biegen feiert 650-Jahr-Jubiläum

Mit einem großen Festumzug hat das kleine Dorf im Osten Odervorlands sein 650-jähriges Bestehen gefeiert. Angeführt von einer Pferdekutsche zogen viele Einwohner durch die Müllroser Landstraße zum Dorfgemeinschaftshaus.
Mit einem großen Festumzug hat das kleine Dorf im Osten Odervorlands sein 650-jähriges Bestehen gefeiert. Angeführt von einer Pferdekutsche zogen viele Einwohner durch die Müllroser Landstraße zum Dorfgemeinschaftshaus. © Foto: Cornelia Link-Adam
Cornelia Link-Adam und Uwe Stem / 25.07.2016, 06:30 Uhr
Biegen/Wilmersdorf (MOZ) Sie gehören beide zur Gemeinde Briesen im Amt Odervorland und liegen doch kilometerweit auseinander. Die Dörfer Biegen und Wilmersdorf. Beide feierten am Sonnabend ihr alljährliches Dorffest - mit ganz unterschiedlicher Ausrichtung.

Biegen: Hier stand Sonnabend-Mittag alles unter dem Focus der 650-Jahr-Feier. Die Kirchengemeinde war aber anderer Ansicht, fand man doch heraus, dass ihr Bau sogar 100 Jahre älter ist. "Wir halten uns daran, was wir an Infos vom Amt haben und da hieß es, die erste urkundliche Erwähnung von Biegen war vor 650 Jahren", erklärte Vize-Ortsvorsteher Detlef Ungibauer und hatte mit Aktiven ein buntes Fest vorbereitet. Los ging es mit einem Umzug vom Siedlerweg durch die Müllroser Landstraße, die Friedens- und die Dorfstraße zum Dorfgemeinschaftshaus. Dafür mussten auch viele Lastwagen stoppen, die dem Baustellenstau auf der A12 ausweichen wollten. Die Feuerwehr kam kaum nach, die Sperrung der Chaussee durchzusetzen, aber mit Hilfe von Revier-Polizist Klaus-Dieter Graß gelang es doch.

Angeführt wurde der lange Tross von einer Kutsche, dahinter lief etliches an Fußvolk. Die Freizeitkicker von SV Biegen spielten Fußball und ein Dutzend Erwachsene war als historische Bauern mit frischen Gemüse unterwegs. Auch sie bekamen viel Applaus von den Zuschauern, die teils am Rand standen, teils im Klappstuhl vor dem Gehöft saßen. "Gut, dass wir die alte Kleidung von Oma noch haben", sagte Martina Berg. "Jetzt gehen wir zum Abkühlen in die Kirche."

Gut 30 Fahrzeuge gab es im Festumzug - viel alte Landwirtschaftstechnik, aber auch Oldtimer und Motorräder. Mit seiner Schwalbe, Baujahr 1973, war Paul Döbis dabei. "Die reicht hier auf dem Dorf", sagte der Teenager. Bestaunt wurden die alten Traktoren aus Briesen und Pillgram, auch nach dem Umzug von den Gästen am Dorfclub. Hier ging die Party gleich los und die Wild West Dancers zeigten spontan ihren Line Dance. Gut besucht waren Bierwagen, Grill, Rummel und der Stand der Christophorus-Werkstätten aus Fürstenwalde, noch ehe das Festprogramm mit Clowns, Blasmusik und Tanz bis in die Nacht planmäßig begann.

Wilmersdorf: "Wir machen es alle fünf Jahre etwas größer, dazwischen gibt es ein einfaches Dorffest", erzählte Ortsvorsteher Jörg Bredow. Doch auch das bot viel Unterhaltung. Zu Kaffee und selbstgebacken Kuchen gab es am Nachmittag Blasmusik. Zwischendurch boten die 3-bis 6-Jährigen der Kita Zwergenstübchen aus dem benachbarten Falkenberg ein Programm, für das sie seit Mitte April mit ihren Erzieherinnen Edna Gurisch und Diana Tillack geübt haben. Für ihre Tänze und Gedichte bekamen sie vom Publikum viel Beifall.

Danach ging es auf die Hüpfburg. Die etwas größeren Kinder konnten sich bei einer Nonsens-Olympiade ausprobieren: Klamottenlauf, Schwammtragen, Sackhüpfen und Sockenweitwurf waren die Disziplinen, die vor allem Spaß bereiten. Sportlicher war die Leistung, die die Voltigiergruppe aus Briesen dann auf ihrem Pferd vorführte. Der "Rest" des Festes bestand vor allem aus Musik, gemütlichem Beisammensein und natürlich - am Abend - Tanz.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG