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Sogar getanzt wird nach wenigen Minuten

Die Tanzfläche wurde immer voller: Als die Breslacker Dorfmusik aufspielte, hielt es die Zuhörer nicht lange auf den Bänken.
Die Tanzfläche wurde immer voller: Als die Breslacker Dorfmusik aufspielte, hielt es die Zuhörer nicht lange auf den Bänken. © Foto: MOZ/Janet Neiser
Janet Neiser / 08.08.2016, 06:06 Uhr
Breslack (MOZ) Was für ein Andrang in Breslack am Sonnabend. Überall stehen Autos am Straßenrand. Das Ziel der Insassen? Ein großes Zelt auf der Wiese. Und von dort kommt jedem Ankömmling mächtig gute Stimmung entgegen. "Das ist richtig gut besucht hier. Ich bin erstaunt", sagt Kerstin Bargenda über das traditionelle Blasmusikfest. Ihre zwei Hunde schnuppern indes am leckeren Kuchen, den eine Frau ein paar Zentimeter über ihren Nasen hält, während sie sich zu ihnen hinunterbückt. Kerstin Bargenda ist aber nicht nur als Besucherin da, sondern vor allem als Mitglied der Eisenhüttenstädter Jagdhornbläser. "Wir haben hier das letzte Mal 1972 gespielt", erklärt deren Chef Gerd Hoppe. "Ein Jahr darauf hat sich dann die Breslacker Dorfmusik gegründet. Wir sind also älter als die Bengels", sagt er mit einem Schmunzeln und weist nach vorn in das Festzelt.

Dort spielen gerade die Gastgeber - und wie. Zur ersten Polka erheben sich die vor allem älteren Herrschaften zum Tanz. Kaum sind zwei Paare auf der Tanzfläche, kommen die nächsten drei, vier, fünf. Keine Frage: Die Besucher des Festes haben Spaß. Selbst die, die sitzenbleiben, gehen mit der Musik mit. Und in den kurzen Pausen wird viel gelacht - auch über die Witze des Ansagers. Im Zelt ist es so voll, dass mancher sich einen Campingstuhl mitgebracht hat, um bequem, aber immer noch mit Augenkontakt zur Breslacker Dorfmusik, den Jagdhornbläsern und den Welzowern zu sitzen.

Etwas weiter hinten hat Manfred Niemack Platz genommen. "Ich mag Blasmusik schon seit meiner Jugend", erzählt der 79-Jährige aus Diehlo. Und außerdem spiele seine Nachbarin mit. Deren Tochter Vanessa sitzt ihm gegenüber und beobachtet die Mama mit der Trompete. Schließlich spielt die Elfjährige das gleiche Instrument - und zwar seit vier Jahren. Fast täglich wird zu Hause geübt.

Mittlerweile ist auch Johanna Geßner aus Ziltendorf auf der Wiese angekommen. "Mein Mann liebt Volksmusik", sagt sie. "Er wollte unbedingt her." Aber nicht nur um zu lauschen, sondern auch um alte Bekannte wiederzutreffen. Musik verbindet eben.

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