Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Pläne für Lindenberg Süd vor Auslegung

Pläne für Lindenberg Süd: Eine Wohnsiedlung mit Mietwohnungen auch für ältere Lindenberger sowie Einfamilienhäusern für junge Familien soll hier entstehen.
Pläne für Lindenberg Süd: Eine Wohnsiedlung mit Mietwohnungen auch für ältere Lindenberger sowie Einfamilienhäusern für junge Familien soll hier entstehen. © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Olav Schröder / 10.08.2016, 06:48 Uhr
Lindenberg (MOZ) Für die öffentliche Auslegung der Pläne des neuen Wohngebiets "Lindenberg Süd" hat sich der Ortsbeirat einstimmig ausgesprochen. Auf dem Gelände der ehemaligen Schweinemastanlage will ein Investor Einfamilienhäuser und Mietwohnungen errichten.

Wie viele Wohneinheiten auf der 7,1 Hektar großen Brache südlich der Karl-Marx-Straße in Lindenberg entstehen sollen, steht noch nicht genau fest. Gundula Haß vom a.r.s. Planungsbüro nennt als Obergrenze 180 Wohnungen in 15 Mehrfamiliehäusern. 40 bis 50 Einfamilienhäusern könnten hinzukommen. für Dreigeschossige Mehrfamilienhäuser sind vorgesehen. Seit der ersten Vorstellung des Vorhabens eines privaten Investors sind weitere Untersuchungen unter anderem zum Baugrund und Artenschutz vorgenommen worden. Sollte ursprünglich in den südlichen Grünzug ein Parkweg integriert werden, so wird davon jetzt abgesehen. Im Bereich der zwei Kleingewässer wurde der geschützte Moorfrosch und die Knoblauchkröte festgestellt. Würde an dem ursprünglich vorgesehenen Weg festgehalten, könnte dies das gesamte Bauvorhaben in Frage stellen, so Gundula Haß. Insgesamt sei die Baufläche etwas kleiner geworden, unter anderem auch wegen der Freihaltung von Schutzstreifen zu den Gewässern.

Kritik an der Planung kam von Gemeindevertreter Wolfgang Unger (Unabhängige). Er vermisse angesichts der Größe der Wohnsiedlung eine soziale Infrastruktur wie Spielplatz oder Begegnungsstätte. Ortsvorsteher Frank Meuschke (CDU) erinnerte an die Spielplatzpläne am neuen Ortszentrum in der ehemaligen Kita. Das Ortszentrum selbst könne von den künftigen Bewohnern von Lindenberg Süd mit genutzt werden. Zudem seien in unmittelbarer Nähe Kita und Sportvereine mit ihren Angeboten angesiedelt. Auch wenn der ursprünglich vorgesehene Rundweg im Grünzug nicht angelegt werden könne, so sei doch der Weg zur Ortsmitte mit dem Dorfteich nur wenige hundert Meter lang.

Darüber hinaus kritisierte Wolfgang Unger, dass die Planung als beschleunigtes Verfahren durchgeführt werde und damit die Gemeinde auf Ausgleichsmaßnahmen durch den Investor verzichte. Dies wies die Verwaltung zurück. Es gehe um die Wiedernutzbarmachung einer landwirtschaftlichen Konversionsfläche, eben des Standorts der früheren Schweinemastanlage. Nach dem Baugesetzbuch (Paragrafen 13a und 1a) sei ein Ausgleich nicht erforderlich, soweit der Eingriff vor der planerischen Entscheidung stand. In diesem Fall sei dies zu DDR-Zeiten gewesen.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG