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Alte Technik, die begeistert

Fans von historischer Landtechnik: Jürgen Mühe, Frank Schmoranz, Siegfried Schmidt (Fahrer), Olaf Lawrenz und Dieter Bartel vom Zechiner Verein. Der Famulus ist Baujahr 1963. Viele alte Technik gibt es beim Treffen zu bewundern.
Fans von historischer Landtechnik: Jürgen Mühe, Frank Schmoranz, Siegfried Schmidt (Fahrer), Olaf Lawrenz und Dieter Bartel vom Zechiner Verein. Der Famulus ist Baujahr 1963. Viele alte Technik gibt es beim Treffen zu bewundern. © Foto: Doris Steinkraus
Doris Steinkraus / 12.08.2016, 06:43 Uhr - Aktualisiert 12.08.2016, 06:44
Friedrichsaue (MOZ) Fans alter Landtechnik kommen an diesem Wochenende in Friedrichsaue auf ihre Kosten. Die Zechiner Oldtimer- und Traktorenfreunde laden zum 10. Ostbrandenburgischen Bolldog-Treffen ein.

Jürgen Mühe hat bereits Station bezogen. Er ist der Objektleiter, verbringt im Wohnwagen auch die Nacht vor Ort. Er wird an diesem Donnerstagabend nicht allein sein. Auf dem Festgelände haben bereits die ersten Aussteller Quartier bezogen. Weitere Lanz-Bulldogs mit LOS-Kennzeichen tuckern im Laufe des Nachmittags aufs Gelände. "Die ersten haben schon ihre Claims abgesteckt", sagt Frank Schmoranz lachend. Der Vorsitzende des Vereins der Oldtimer und Traktorenfreunde ist zufrieden mit dem Stand der Vorbereitungen. Alle Verantwortlichkeiten sind geklärt, jeder hat seine Aufgabe. Am Ortseingang - von Golzow aus kommend - werden Helfer in die Parkflächen einweisen. Alles wurde extra gemäht.

"Ohne die Hilfe der anderen Vereine könnten wird das nicht schaffen", sagt Schmoranz. Ob Feuerwehr, Sportverein oder Kleintierzüchter, alle würden mit zupacken. Längst haben die Oldtimerfreunde viele im Ort und in der Umgebung mit ihrer Leidenschaft für alte Landwirtschaftstechnik angesteckt. Das älteste fahrbereite Gefährt im Verein ist ein Fendt, Baujahr 1937. Viele der aufgepeppten Oldies stehen schon an diesem Donnerstag am Festplatz, weitere folgen am Freitag. 22 Mitglieder zählt der Verein, manch einer hat auch mehrere Gefährte. Begonnen habe man mal nur mit Bulldogs, erinnert Schmoranz. Jetzt würden die Mitglieder auch Eigenbauten, Verdampfermotoren, Motorräder und noch manch kuriose Gefährte zeigen. Das komme gut an und ermutige andere Technikfreunde, ebenfalls mit ihren Gefährten anzureisen. Der Verein will damit auch ein Stück Geschichte erhalten, zeigen, wie einst Felder bestellt und abgeerntet wurden. Heute bestimmt Hochleistungstechnik das Bild der Landwirtschaft.

Für die Männer sind die staunenden Augen der Besucher letztlich auch immer Motivation, weiter zu werkeln. Ehe ein Gefährt flott gemacht ist, vergehen oft Jahre. Man tausche sich aus, gebe Tipps und schaue schon längst über den Gemeinderand hinaus, erzählt Dieter Bartel.

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