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Eichhorst spricht mit Sommerfest alle Generationen an / Berliner Band muss Nachtschicht einlegen

Geschminkte Kinder, modische Senioren

Das Fest hinterlässt Spuren: Auch für die jungen Besucher hatte Eichhorst am Sonnabend eine Menge zu bieten.
Das Fest hinterlässt Spuren: Auch für die jungen Besucher hatte Eichhorst am Sonnabend eine Menge zu bieten. © Foto: Sylvio Wurmsee
Simon Rayß / 16.08.2016, 06:15 Uhr
Eichhorst (MOZ) Wie es sich für ein sommerliches Dorffest gehört, sind am Sonnabend in Eichhorst alle Altersklassen zum Zug gekommen. Während sich die jüngsten Besucher am Nachmittag glitzernde Tier-Gesichter schminken lassen, durch die Hüpfburg tollen und mit Bobbycars durch einen Hindernisparcours fahren, genießen die Älteren bei prächtigem Wetter ihren Kuchen und Kaffee.

Dazu spielt "Rennsteigmusiker" Michael Traut seine Lieder. Eine Premiere für das Dorf am Ufer des Werbellinsees: "Sonst hatten wir immer die Original Schorfheider", berichtet Ortsvorsteher Wulf Gärtner. Diesmal also Thüringer Musik. "Die kommt sehr gut an", wie er sagt. In einer kurzen Pause auf der Bühne des Festgeländes an der Freiwilligen Feuerwehr präsentieren die Eichhorster Senioren eine selbst organisierte Modenschau. "Es geht natürlich auch darum, etwas aus der Region zu zeigen", kommentiert Wulf Gärtner.

Genauso regional verwurzelt ist die in Eichhorst aufgewachsene Luisa Kolenda, die ein Solo-Programm zum Besten gibt. Gerade hat sie ihr Abitur in Eberswalde absolviert, doch nebenbei ist ihre gesangliche Ausbildung nicht zu kurz gekommen. Davon konnten sich die Zuschauer während ihres 15-minütigen Auftritts überzeugen. Doch nicht nur auf der Bühne sind Eichhorster zu erleben. "Das Fest wird organisiert von Leuten aus dem Dorf", erklärt der Ortsvorsteher.

Federführend sind dabei diesmal Mike Marschke und seine Familie. Sie können zufrieden sein mit der Resonanz. Schon am Nachmittag sind die Festzelte gut gefüllt. "Für Eichhorster Verhältnisse ist das absolut okay", sagt Wulf Gärtner. Am Abend kommt dann nochmal ein neuer Schwung Besucher, vor allem jüngeren Alters.

Sie wollen die rein akustische Musik des Trios Little Big Man hören und danach vor allem LightUp!, die Partyband aus Berlin. Die macht eine Stunde Soundcheck und fängt mit 30 Minuten Verspätung an, um 21.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt sind die meisten Besucher des Nachmittags, die Älteren und die besonders Jungen, bereits nach Hause gegangen. Der Rest feiert bis in die Nacht hinein.

Für die Musiker jedoch ist diese Nacht eine sehr kurze. Erst um 4.30 Uhr werden LightUp! mit dem Abbauen des Equipments fertig. Grund für die Nachtschicht: Der Kreissportbund (KSB), der dem Schorfheider Ortsteil die Bühne vermietet hat, braucht sie am Sonntag wieder. Um 9 Uhr vormittags rollt der KSB mitsamt Bühne vom Hof der Freiwilligen Feuerwehr und all der Trubel, die Musik, die Modenschau, die geschminkten Kindergesichter, gehören wieder der Vergangenheit an. Bis zum nächsten Jahr.

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