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Solide Grundlage für Nachwuchskräfte

Constantin Carl (hi.) und Wirtschaftsminister Albrecht Gerber schauen zu, wie eine Stuckleiste zum Anbau vorbereitet wird.Foto: Linckus
Constantin Carl (hi.) und Wirtschaftsminister Albrecht Gerber schauen zu, wie eine Stuckleiste zum Anbau vorbereitet wird.Foto: Linckus © Foto: MZV
Anja Linckus / 16.08.2016, 12:25 Uhr
Grebs (MZV) Constantin Carl aus Potsdam ist 28 Jahre alt und seit wenigen Tagen im ersten Lehrjahr bei der Malerfirma Temps in Grebs. Die Jahre zwischen dem Schulabschluss und dem Beginn zur Ausbildung zum Maler und Lackierer hat er auf dem Bau verbracht - mit Gelegenheitsjobs. "Dann habe ich mich doch für die Lehre entschieden, da bin ich besser abgesichert und habe hier ein interessantes Spektrum und ein gutes Team", berichtet der junge Mann Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber am Montag im Gewerbegebiet Grebs. Dort hat die Firma Temps GmbH Brandenburg vor drei Jahren einen neuen Standort für ihren Lehniner Malerbetrieb eröffnet.

Die 1993 gegründete Firma bildet seit 1994 im Schnitt drei Lehrlinge aus. Derzeit sind von den 100 Beschäftigten neun Azubis, darunter auch Jennifer Riesche, die ihre Ausbildung zur Bürokauffrau bei Temps begonnen hat. Zu Beginn des aktuellen Lehrjahres bekamen sie und die anderen Azubis Besuch vom Minister. "Ich gratuliere Ihnen zu der Entscheidung, eine Lehre bei Temps zu absolvieren. Damit sind Sie Teil einer Unternehmensgruppe, die zu den zehn größten Malerbetrieben Deutschlands gehört", so Gerber zu den jungen Menschen.

Die Übernahmechancen stehen, so Volker Wenzel, Geschäftsführer der Temps GmbH Brandenburg, für die Azubis nach erfolgreichem Abschluss ihrer Lehre gut. Arbeit gebe es in der Branche genug. Er selbst ist ein gutes Beispiel dafür, dass man auch im Handwerk Karriere machen kann. So hat er sich als gelernter Maler zum Geschäftsführer hochgearbeitet.

Doch auch sein Unternehmen merkt den zunehmenden Mangel an Nachwuchskräften. Noch bis vor drei Jahren hatte das Grebser Unternehmen kaum Probleme seine Azubistellen neu zu besetzen. Mittlerweile, so die Erfahrung, werden die schulischen Leistungen schlechter und die Zahl der Bewerber immer weniger. Im Gegensatz dazu steigen die Anforderungen im Beruf. Einfach nur Pinsel schwingen und Raufaser verkleben waren gestern, heutzutage muss der Umgang mit verschiedensten Materialien beherrscht werden. Albrecht Gerber zeigte sich von der Vorführung durch Vorarbeiter Andreas Georges und die Azubis beeindruckt und resümierte: "Als Minister weiß man nicht jeden Tag, was man eigentlich bewegt hat. Als Maler sieht man jeden Tag, was man geschafft hat."

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