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Baukasten-Häuser an der Ringstraße

Module Bauweise: Solche Häuser könnten bald an der Ringstraße in Beeskow errichtet werden.
Module Bauweise: Solche Häuser könnten bald an der Ringstraße in Beeskow errichtet werden. © Foto: -
Ruth Buder / 19.08.2016, 21:47 Uhr
Beeskow (MOZ) Neue Wege bei der Vermietung von Wohnungen geht die Beeskower Wohnungsgenossenschaft. An der Ringstraße will sie kleine, aber preiswerte Häuser in modularer Bauweise errichten lassen.

Vorstandsvorsitzender Dietmar Schulz glaubt, damit eine Marktlücke zu schließen. "Wir können mit der modularen Bauweise hochwertige, moderne und erschwinglichen Wohnraum schaffen", sagte er vor den Beeskower Stadtverordneten. Vor allem denkt er dabei an ältere Menschen, die vom Land in die Stadt ziehen möchten, um gut versorgt zu sein. Kaufhalle, Ärzte, alles sei in der Nähe. Partner ist die Smart House GmbH in Löhne (NRW). Dessen Geschäftsführer Andreas Ernst gelang es, mit seiner überzeugenden Darstellung den Beeskower Abgeordneten das Projekt schmackhaft zu machen. Von allen Seiten gab es Zustimmung, auch einer Ausnahme der festgesetzten Gestaltung wurde zugestimmt. Eigentlich sind in der Ringstraße Satteldächer vorgeschrieben, aber die Modulhäuser lassen sich nur mit Flachdach errichten. Das hat den Vorteil, dass problemlos und innerhalb eines Tages eine zweite Etage draufgesetzt werden kann, die über eine außen angesetzte Stahltreppe zu erreichen ist. Auf Nachfragen sagte Ernst, es sei möglich, auf die zweite Etage ein Satteldach mit leichter Neigung zu setzen, aber das mache den Bau wieder teurer.

Nach seinen Aussagen werden die Häuser fix und fertig in Löhne gebaut und nach individuellen Wünschen mit Bad und Küche ausgestattet. In Beeskow könnten sie in kürzester Zeit auf die vorgefertigten Fundamente gestellt werden. Verwendet würden nur natürliche Materialien, vor allem Holz. Die etwa 15 bis 18 Tonnen schweren Module seien energieeffizient (Alternativen von Photovoltaik bis Luft-Wärme-Pumpe seien möglich)) und durch Dämmung und Dreifachverglasung lärmgeschützt, was an der verkehrsreichen Ringstraße wichtig ist. Natürlich seien sie barrierefrei. "Ältere Häuser barrierefrei umzubauen ist für den Vermieter immer teurer", warb Ernst für seine Häuser im Baukastensystem.

Geplant sind auf dem 4700 Quadratmeter großen Gelände, das die Wohnungsgenossenschaft erworben hat, vorerst zehn Häuser, die in einem parkähnlichen Gebilde angeordnet werden sollen. "Der Siedlungs-charakter soll erhalten bleiben", versicherte Ernst.

Bei Fragen können sich Interessierte gern an die Wohnungsgenossenschaft wenden und Planungen einsehen.

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