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Großeinsatz am Montagmorgen

Ein Raub der Flammen: Vor allem der Asbest, der in dem Bungalow verbaut wurde, bereitete den Feuerwehrleuten Schwierigkeiten. Sie trugen Atemschutz.
Ein Raub der Flammen: Vor allem der Asbest, der in dem Bungalow verbaut wurde, bereitete den Feuerwehrleuten Schwierigkeiten. Sie trugen Atemschutz. © Foto: MZV
Judith Melzer-Voigt / 22.08.2016, 18:29 Uhr
Flecken Zechlin (MZV) Die Morgenruhe in der Bungalowsiedlung am Schookerberg in Flecken Zechlin wurde am Montag jäh gestört: Aus einem leer stehenden Gebäude auf dem Areal drang dichter Rauch, bald waren die ersten Flammen zu sehen. 27 Feuerwehrleute, Polizei und Rettungswagen rückten an.

Laut Mathias Herzberg, stellvertretender Stadtbrandmeister in Rheinsberg, wurden die Brandbekämpfer gegen 7.13 Uhr benachrichtigt. Bis um 11 Uhr dauerte der gesamte Einsatz - inklusive Nachbereitung durch die Feuerwehrleute. Eine kleine Brandwache war laut Mathias Herzberg ebenfalls notwendig. Die Einheiten aus Flecken Zechlin, Lutterow, Rheinsberg und Linow waren vor Ort. Dazu kam der Rettungsdienst zur Absicherung der Brandbekämpfer.

"Es war ein sehr guter Einsatz", resümierte Herzberg im Anschluss. Flecken Zechlins Einsatzführer Michael Pasch habe die Leitung inne gehabt. Einziges Problem der Ehrenamtler sei das Asbest gewesen, das einst in dem Bungalow verbaut wurde. Seit 1993 ist der Einsatz dieses Stoffes in Deutschland verboten, weil er krebserregend ist. Da sich Partikel davon in der Luft verbreiteten, trugen die Feuerwehrleute am Montagmorgen Atemschutz, so Herzberg.

Die Polizei hat sich des Falles nun angenommen. Es lagen keine Medien an dem Bungalow an, erklärte Polizei-Sprecher Toralf Reinhardt. Im Inneren des Gebäudes stellten die Beamten eine Elf-Kilogramm-Gasflasche fest. Außerdem befand sich dort auch ein Gaskocher. Beide Gegenstände wurden sichergestellt.

Eine genau Brandursache steht bisher aber nicht fest. Nachbarn erklärten jedoch, dass der Nutzer des Bungalows am Sonntag ein kleines Feuerchen gemacht haben soll. Er soll Gestrüpp und Astwerk verbrannt haben. Inwiefern das aber für das Feuer am Montagmorgen relevant war, wird derzeit geprüft, so Reinhardt.

In der Siedlung am Schookerberg stehen mehrere Bungalows, in denen bis zu sechs Personen unterkommen können. Gleich in der Nähe befindet sich der Große Zechliner See.

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