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Steinhöfeler Seniorenrunde am Maxsee - einst war das Grundstück DDR-Ministern vorbehalten

Kaffeeklatsch an der Neuen Mühle

Die Gastgeber: Albert und Elisabeth Inhestern begrüßten am Maxsee die Steinhöfeler Seniorenrunde. Das Festzelt im Garten reichte gar nicht aus, um allen Platz zu bieten.
Die Gastgeber: Albert und Elisabeth Inhestern begrüßten am Maxsee die Steinhöfeler Seniorenrunde. Das Festzelt im Garten reichte gar nicht aus, um allen Platz zu bieten. © Foto: MOZ
Andreas Wetzel / 22.08.2016, 22:08 Uhr
Jänickendorf (MOZ) Selbst für die Jänickendorfer Rentnerinnen und Rentner war es am Montag schon eher ein Auswärts- als ein Heimspiel - gut vier Kilometer außerhalb des Dorfes war die Neue Mühle das Ziel der Radtour des Steinhöfeler Seniorenbeirats. Und doch, darauf verwies Ortsvorsteher Norbert Jungbluth nicht ohne Stolz: "Die Neue Mühle ist seit dem Jahr 2000 wieder eine Enklave, die zu Jänickendorf gehört."

Es war diesmal also kein Festplatz oder Dorfgemeinschaftshaus, wohin die Seniorenbeiräte der Ortsteile um ihre Vorsitzende Renate Kliems geladen hatten, sondern ein Privatgrundstück. Das ist zwar immer noch von einer Mauer umschlossen, aber seit es dem Ehepaar Albert und Elisabeth Inhestern gehört, offenbar leichter zugänglich als viele Jahrzehnte davor. "Da kam hier keiner rein", erinnerten sich Harald Ackermann (64) und Klaus-Peter Zorn (65). Wenn die beiden Jänickendorfer als Jungs zu ihrer Lieblingsbadestelle am Maxsee wollten, mussten sie um das Grundstück immer einen großen Bogen machen. "Da saß irgendein Minister drin", so Klaus-Peter Zorn. "Dr. Lothar Bolz von der LDPD", präzisierte Ortsvorsteher Jungbluth. Nicht der einzige Minister, dem dieses Haus am Maxsee als Feriendomizil reserviert worden sei. Offiziell sei das als Ferienheim der Lausitzer Braunkohle geführt worden; von der habe er das Grundstück im Jahr 2000 übernommen, berichtete Albert Inhestern. Inzwischen seien Haupt- und Nebengebäude komplett saniert. Der gelernte Maschinenbauingenieur mit westfälischen Wurzeln hat in Fürstenwalde die Spezialwäscherei Hornitex aufgebaut und dann an Berendsen verkauft.

Die Jänickendorfer Senioren seien schon zweimal, in kleiner Runde, bei ihm zu Gast gewesen, berichtete Inhestern. Dass am Montag sogar mehr als 100 Besucher den Weg durch den Wald zur Neuen Mühle fanden, habe ihn sehr gefreut. Eine von ihnen dürften bei der (absolut zulässigen) Anreise mit dem Auto überrascht festgestellt haben, dass die "Fahrradstraße" asphaltiert ist. Die beiden Jungs von einst, Harald Ackermann und Klaus-Peter Zorn, blieben gelassen: "Einen festen Waldweg hatten wir damals aber auch schon!"

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