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Beim Ural-Fest in Alt Golm können Besucher ihr fahrerisches Vermögen testen / Etwa 200 Aussteller vor Ort

Mit Geschick durchs Gelände

Mit voller Kraft über den Erdhügel: Einer der Ural-Lastwagen, die die Oldtimerfreunde Alt Golm für Besucher zur Verfügung gestellt hatten, im eigens angelegten Parcours. Andere Gäste filmten und fotografierten das Spektakel
Mit voller Kraft über den Erdhügel: Einer der Ural-Lastwagen, die die Oldtimerfreunde Alt Golm für Besucher zur Verfügung gestellt hatten, im eigens angelegten Parcours. Andere Gäste filmten und fotografierten das Spektakel © Foto: MOZ
Bernhard Schwiete / 28.08.2016, 21:55 Uhr
Alt Golm (MOZ) Schier nicht endende Besucherströme und etwa 200 Fahrzeug-Aussteller - das Ural-Fest in Alt Golm hat am Sonnabend Gäste in Scharen angelockt. Sie bestaunten alte Fahrzeuge, probierten sich zum Teil selbst am Steuer aus und stöberten auf einem Trödelmarkt nach Zubehör oder Devotionalien.

Christian Fischers Fahrzeug nahm sich aus wie ein Zwerg unter Riesen. Der Fürstenwalder kam am Sonnabend mit seiner Simson nach Alt Golm. Doch auch mit dem Zweirad fühlte er sich zwischen den vielen alten Lastwagen bestens aufgehoben. "Man trifft hier Bekannte, und ich will nach einem Deckel für meinen Werkzeugkasten suchen", sagte er. Bereits zum fünften Mal sei er beim Ural-Fest dabei.

Fischer war bei der siebten Auflage der Veranstaltung, die im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindet, einer von insgesamt etwa 200 Ausstellern, die nicht nur zum Schauen kamen, sondern auch ein Fahrzeug zum Bestauntwerden mitbrachten. "Mit dieser Zahl sind wir sehr zufrieden", sagte Dietmar Forche von den Oldtimerfreunden Alt Golm, die das Fest wieder zusammen mit dem Ortsbeirat auf die Beine gestellt hatten.

Es war einmal mehr eine Mammut-Veranstaltungen, die auch Gäste aus ferneren Orten anlockte. Unablässig strömten im Laufe des Sonnabend Besucher herbei. Von den Ausstellern waren viele bereits tags zuvor gekommen, sodass auf Teilen der weitläufigen Wiese westlich des Ortes so etwas wie Campingplatz-Atmosphäre herrschte.

Zum Fest gehört indes auch, dass alte Ural-Lastwagen aus sowjetischer Produktion nicht nur bestaunt werden können - sie waren auch in Aktion. Dazu hatten die Oldtimerfreunde auf der eigentlich platten Wiese einen Rundkurs voller steiler Hügel angelegt. Wer ein bisschen Mut hatte, konnte sich ans Steuer setzen und seine Fahrkünste testen. Erstmals gab es in diesem Jahr sogar zwei dieser Parcours. Nebenan konnten sich Besucher mit Allrad-Autos an einem Wettbewerb beteiligen. Die Strecke war nicht ohne - immer wieder blieben Wagen bei der Ausfahrt aus einem Schlammloch stecken, bis mittels eines Abschleppseils Hilfe kam.

Ohne derartige Probleme und am schnellsten überwand Mario Pernack aus Karras bei Friedland mit seinem Mitsubishi Pajero die Strecke. Über den kleinen Pokal, den er als Sieger erhielt, freute sich vor allem der Beifahrer, Pernacks Sohn Toby. "In das Schlammloch muss man langsam hineinfahren. Wenn das Auto unten gerade steht, geht es mit Schwung wieder hoch", erläuterte der Sieger. Bei einer Testfahrt, räumte er ein, sei aber auch er stecken geblieben.Wer an den Cross-Strecken das Treiben beobachtete, bekam eindrucksvolle Bilder geliefert, wurde aber auch gehörig eingestaubt. Das lag an einem Panzer, der mit Festbesuchern an Bord über die Wiese donnerte.

Ruhiger und auch weniger heiß war es entlang der Trödelmeile am Waldrand. Etwa 40 Händler verkauften dort Fahrzeugteile, Devotionalien und mehr. "Es könnte besser laufen, aber es ist zufriedenstellend", sagte Harry Wundersee aus Erkner hinter seinem Tisch voller Werkzeug.

Eine genaue Besucherzahl konnte Ortsvorsteherin Claudia Schmidt am Sonntag nicht nennen. Das liege an der unterschiedlichen Höhe der Eintrittspreise, erläuterte sie. Ihr Eindruck war aber eindeutig: "Es war noch mehr los als in den Vorjahren." Dies gelte sowohl für die Aussteller als auch für die Gäste ohne eigenes Oldtimer-Fahrzeug. Angesichts der enorm hohen Temperaturen habe sie mit einem solchen Andrang nicht unbedingt gerechnet.

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