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Gut besuchtes Oldtimertreffen und Dorffest in Hohenwalde

Von Trabant bis Straßenkreuzer

Auf Zeitreise: Lars Herrmann fuhr mit einem Oldsmobile in Hohenwalde vor.
Auf Zeitreise: Lars Herrmann fuhr mit einem Oldsmobile in Hohenwalde vor. © Foto: MOZ/Thomas Gutke
Thomas Gutke / 29.08.2016, 05:06 Uhr
Hohenwalde (MOZ) Vor 80 Jahren half der Viertakt-Stationärmotor der Marke Deutz aus Korn Mehl zu machen. Heute zieht er vor allem staunende Blicke auf sich. Das Antriebsaggregat, Baujahr 1933, von Dieter Müller war erneut eine der Attraktionen beim Oldtimer-Treffen und Dorffest am Sonnabend in Hohenwalde. Unermüdlich dampfte sie mit 200 Umdrehungen pro Minute auf dem Dorfanger vor sich hin. "Der Motor war in Sietzing in einer Mühle verbaut und hat dort zwischen 1933-1940 und 1945-1947 das Mühlwerk angetrieben", berichtete Müller, während ihm in der sengenden Hitze Schweißperlen vor der Stirn kullerten.

Als Sammler alter Maschinen und Fahrzeuge bekam er 2009 den Dieselmotor angeboten und brachte ihn wieder zum Laufen. Seitdem präsentiert Dieter Müller den Viertakter regelmäßig bei Ausstellungen alter Landmaschinen und Oldtimer. Nebst anderen Sammlerstücken versteht sich, darunter zahlreiche Trabants.

Das Oldtimertreffen zum Dorffest in Hohenwalde organisiert er zusammen mit den Hohenwalder Oldtimerfreunden seit 13 Jahren mit. Die Teilnehmer kamen diesmal unter anderem aus Frankfurt, Müllrose und Lichtenberg. Zu sehen gab es insgesamt 82 alte Traktoren, Motorräder und Mopeds sowie Old- und Youngtimer. Das Publikum prämierte später die schönsten Gefährte.

Mit einem wahren Hingucker fuhr Lars Herrmann vor. Der 39-Jährige Frankfurter ist stolzer Besitzer eines Oldsmobile Ninety Eight, Baujahr 1954, eine Marke von General Motors. "Ich hatte nach einem amerikanischen Straßenkreuzer aus den 50er-Jahren gesucht. Das war dann ein Glücksgriff", erzählt Lars Herrmann. Sein Auto ist 5,40 Meter lang und hat einen 8-Zylinder-Motor, der 185 PS leistet. "Mit so einem Wagen ist man nie fertig", sagt der Oldtimer-Liebhaber, der viel Arbeit darin investiert.

Einige der Schmuckstücke durften die Besucher später noch auf der Dorffestbühne bewundern. Zum Programm gehörten außerdem der Auftritt der Free Time Line Dancer sowie ein Fackelumzug für die Kinder und der Tanz auf der Dorfplatte mit DJ Steffen. Dazu gab es Heißes vom Grill sowie Kuchen, den vor allem die Frauen aus dem Dorf gebacken hatten. "Die Plätze sind gut besetzt, wenn man bedenkt, was heute überall los ist", freute sich Ortsvorsteher Olaf Hoffmann, der sich insbesondere beim Heimatverein für die tolle Organisation bedankte. Mit Blick auf das nächste Jahr hoffe er, "dass sich die Reiter dazugesellen. Auch wenn es terminlich schwierig ist".

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