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Die Güldendorfer haben am Wochenende ihr Erntefest und 110-jähriges Feuerwehr-Bestehen gefeiert.

Zwei gute Gründe zum Feiern

René Matschkowiak / 29.08.2016, 07:04 Uhr - Aktualisiert 29.08.2016, 12:55
Güldendorf (MOZ) Die Temperaturen gaben am Wochenende noch keinen Aufschluss darüber, dass der Hochsommer eigentlich zu Ende und damit die Zeit der Ernte in vollem Gange ist. Das Erntefest in Güldendorf rief dies wieder in Erinnerung.

Trotz der Hitze konnte man sich in Güldendorf über viele Zuschauer freuen, zumal auch der 110. Geburtstag der Feuerwehr gefeiert wurde. Thomas Walter, seit 20 Jahren Wehrleiter, war sehr zufrieden. Ein großes Zelt schützte vor allzu großer Sonneneinstrahlung. "Zum 100. Geburtstag hat es viel geregnet, deswegen sollten die Gäste diesmal nicht nass werden", erklärt er. Dass das Zelt diesmal vor einem Sonnenbrand bewahrte, auch gut. "Finanziert werden konnte dies durch Sponsoren und schließlich hatten wir 110 Jahre Zeit zum sparen", erklärte Walter bestens gelaunt.

Bereits am Freitag war das Jubiläum in der Gaststätte Seeterrassen gefeiert worden. Am Sonnabend stellte die Feuerwehr ihre Technik aus und es gab Vorführungen. Am Abend folgten Musik und Tanz und am Sonntag der große Festumzug und das Aufstellen der Erntekrone. Die Traktoren, Pferdegespanne, Oldtimer und Feuerwehren wurden beim Vorbeifahren launig von Holger Geue präsentiert. Der Chef des Stadtfeuerwehrverbandes Wolfgang Welenga kommentierte die Feuerwehrtechnik und sorgte auch für einen Lacher, als er anmerkte, dass es aus Feuerwehrsicht durchaus fragwürdig sei, wenn der Kutscher, der die Erntekrone aus Stroh brachte, mit Zigarre auf dem Bock sitze. Genug Feuerwehren hätten freilich im Ernstfall löschen können, wobei es natürlich schade um die Erntekrone gewesen wäre.

Acht Frauen hatten fünf Stunden daran gearbeitet. "Im nächsten Jahr zum 20. Erntefest, lassen wir uns vielleicht mal ein anderes Design einfallen", meinten Ines Meier und Hannelore Kobelt lachend. Beide hatten Hafer, Roggen, Weizen und Gerste mit den anderen Frauen zu einem kleinen Kunstwerk verarbeitet.

Erstmals zu Gast waren die Bürgermeisterin des polnischen Dorfes Bialkow und ihr Ehemann Joanna und Eugeniusz Niparko. Erste freundschaftliche Kontakte bahnen sich an, wie Ortsvorsteherin Brunhild Greiser berichtete. Durch einen Zeitungsartikel sei sie auf das Örtchen aufmerksam geworden. "Die feiern auch ein Erntefest, haben einen gemeinsamen Backofen und eine Feuerwehr". Viele Gemeinsamkeiten also, die vielleicht in einer Freundschaft münden könnten.

Die Ortsvorsteherin war zufrieden mit dem Fest. "Schön, dass wir das Erntefest und den Geburtstag der Feuerwehr gemeinsam feiern konnten", sagte sie. Die vielen Gäste dankten es mit guter Stimmung und auch Jochens Jungs, die Kultkapelle des Frankfurter Oktoberfestes, empfahl sich für kommende Aufgaben im Güldendorfer Festzelt.

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