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Das Geld reicht nun für Hohennauener Dorfkirche

Die Sanierung der Hohennauener Kirche kann starten. Der Förderverein hat innerhalb von sieben Jahren den nötigen Eigenanteil zusammen bekommen.
Die Sanierung der Hohennauener Kirche kann starten. Der Förderverein hat innerhalb von sieben Jahren den nötigen Eigenanteil zusammen bekommen. © Foto: weber
Sandra Euent / 04.09.2016, 11:01 Uhr
Hohennauen (MOZ) Stolz hält Monika Pickenhahn, die Vorsitzende des Fördervereins der Hohennauener Kirche, den Förderbscheid der EU in den Händen. Sie und ihre Mitstreiter haben es geschafft, 375.000 Euro stellt die EU für die Sanierung der Kirche zur Verfügung. Es war ein steiniger und beschwerlicher Weg, umso größer ist jetzt die Freude über das Erreichte.

Alles fing 2009 im Pfarrgarten in Hohennauen an, als Monika Pickenhahn und Tini Berse die Idee hatten, einen Förderverein zu gründen. Erstes Mitglied wurde die Pastorin Thea Klimmt. Es war kein einfaches Unterfangen, Mitglieder für den Förderverein zu gewinnen. Es wurden in der Folge Gutachten erstellt und Anträge gestellt. Es hagelte Absagen, eine der demoralisierendsten Absagen lautete: "Die Kirche hat nichts mit der Dorfgemeinschaft zu tun."

Dieser Auffassung widerspricht Monika Pickenhahn auf das Entschiedenste. Viele Kinder wurden in der Kirche getauft, sie wurden konfirmiert, sie schließen den Bund fürs Leben und sie nehmen Abschied von dieser Welt. Die Kirche sollte nicht nur, sie ist Mittelpunkt des Dorflebens. Ein Hohennauener brachte es auf den Punkt: "Wenn ich von der Arbeit komme und sehe die Kirche, dann weiß ich, ich bin zu Hause." Dieser Bau sollte dem Verfall preisgegeben werden?

Das konnten nicht nur die Mitglieder des Fördervereins nachvollziehen. So wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen, denn die Sanierungskosten von 500.000 Euro mussten erbracht werden. So bedankt sich der Förderverein bei allen Firmen und Bürgern, egal ob sie 5 oder 100 Euro gespendet haben. Sie alle haben dazu beigetragen, dass der Eigenanteil von 125.000 Euro innerhalb von sieben Jahren erreicht wurde.

Die Zeit der Notreparaturen ist nun hoffentlich vorbei, denn die konnten den Zerfall nicht aufhalten. Nun kann die Fassade neu gestaltet und der Turm saniert werden. Vor allen Dingen kann das Dach repariert werden. Letztmalig wurde das Dach 1760 mit alten Ziegeln neu gedeckt.

Dass dies alles geschafft wurde, nimmt der Förderverein zum Anlass, am 10. September zu einer Sommernachtsparty einzuladen. Zugesagt hat der italienische Gitarrist Antonio del Sordo mit seinem Trio. In Italien und in Südamerkika ist del Sordo eine Berühmtheit. Diese Veranstaltung wird der Vorstand des Fördervereins zum Anlass nehmen, sich persönlich noch einmal zu bedanken. Richtig ist, der Erfolg hat viele Väter, aber ohne Monika Pickenhahn wäre der Erfolg in Frage gestellt.

Kommentare

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Friedrich Wilhelm 04.09.2016 - 12:42:20

Es sind deutsche Steuergelder , welche über die EU verteilt werden

Es ist schön, dass Fördermittel für den Erhalt dieser Kirche fließen. Die Bürger sollten sich aber nicht blenden lassen. Deutschland ist der größte Nettozahler der EU. D.h. es sind eigene Steuergelder aus Deutschland, die hier eingesetzt werden. Die EU ist unproduktiv und frisst unseren Wohlstand ohne angemessene Gegenleistung auf. Wir haben unser Geld in fremde Hände gegeben und es wird zu erheblichen Teilen veruntreut. Die Globalhaftung für die anderen Euro-Staaten zerstört die wirtschaftliche Grundlage unseres Landes. Die Null- und Negativzinspolitik zerfrisst die Ersparnisse und die Altersvorsorge der Mittelschicht. Es gibt keinen Grund , der EU für irgendetwas dankbar zu sein. Und es gibt auch keinen vernünftigen Grund, warum ein Journalist es so darstellen sollte, als müßten wir der EU dafür dankbar sein, dass sie uns von unserem enteigneten Geld irgendetwas zurückzahlt.

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