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Aus Bettenhaus werden Wohnungen

Umbaupläne umgesetzt: Ortsvorsteher Ralf Wobring ist mit der Veränderung am und vor allem im ehemaligen Bettenhaus der Braunsdorfer Jugendherberge sehr zufrieden. Der vom Gestrüpp befreite Saum zur Straße hin soll noch frisches Grün bekommen.
Umbaupläne umgesetzt: Ortsvorsteher Ralf Wobring ist mit der Veränderung am und vor allem im ehemaligen Bettenhaus der Braunsdorfer Jugendherberge sehr zufrieden. Der vom Gestrüpp befreite Saum zur Straße hin soll noch frisches Grün bekommen. © Foto: MOZ
Anke Beißer / 06.09.2016, 06:59 Uhr
Braunsdorf (MOZ) Viel ist von außen nicht zu sehen. Innen aber hat sich im ehemaligen Bettenhaus der einstigen Jugendherberge Braunsdorf schon viel getan. Im Frühsommer hat der Umbau begonnen. Die vier Mietparteien sollen Anfang Oktober einziehen können.

Ralf Wobring, Ortsvorsteher von Braunsdorf, ist die Zufriedenheit anzusehen, als er durch die Räume des einstigen Jugendherbergs-Bettenhaus führt. Dass die Gemeindevertretung von Spreenhagen mit der Entscheidung, hier altersgerechte Wohnungen einzurichten, goldrichtig lag, beweist die rasche Vermietung. "Komplett ohne Werbung waren die vier Wohnungen nach fünf Tagen vergeben, die Verträge unterschrieben." Die Kaltmiete werde bei 4,50 Euro je Quadratmeter plus Betriebskosten liegen.

Ein Mann aus Fürstenwalde, ein Pärchen aus Heidesee und zwei Frauen aus Schöneiche und Braunsdorf wollen einziehen. Alle haben ihre Wunschwohnung bekommen. "Sie waren schon gucken, wie es voran geht, freuen sich auf ihr neues Zuhause", weiß der Braunsdorfer. Sie hätten auch beim Renovieren ihre Wünsche geäußert. "Raufaser und weiße Farbe war für sie in Ordnung."

Die Gewerke für Heizung, Wasser und Elektro sind schon durch, ebenfalls die Fliesenleger. Die Kunststoff-Fußböden bleiben, wer will, kann Auslegware oder Laminat drauf legen.

Während auch die Fenster bleiben konnten, mussten Türen erneuert werden. Der Hauswirtschaftsraum ist zwar am alten Platz, der Eingang aber wurde verlegt. Zudem musste zumindest vereinzelt mit dem Trockenbau am Grundriss etwas optimiert werden. Aus den vormals zehn Zimmern sind im Erdgeschoss eine kleine und eine etwas größere Wohnung gebildet worden, im Obergeschoss zwei identische, natürlich spiegelverkehrt.

Alles in allem soll der Umbau 80 000 Euro kosten. Diese Summe ist zumindest im Haushalt eingeplant. Hergerichtet wird auch ein bisschen das Umfeld. So ist zwischen Haus und Straße das Gebüsch verschwunden, soll statt dessen eine kleine Wiese angelegt werden. Auf einen Zaun werde verzichtet. "Wenn die Mieter im Hof ein paar Kübel mit Kräutern und Blumen aufstellen wollen, ist das kein Problem", sagt Wobring.

Klar sei auch, dass das Gelände im übrigen genutzt werden soll wie bisher. Die ursprüngliche Jugendherberge ist jetzt Bürgerhaus, in dem auch gefeiert werden kann. Küche und Sanitärtrakt stehen nicht nur diesen Nutzern zur Verfügung. "Wir freuen uns auf weitere Zeltlager, wie im Sommer das der Triathleten." Natürlich stehe der Hof auch weiter für den Aufbau des Festzeltes etwa für das Senioren und tags darauf das Brunnenfest zur Verfügung. "Das alles wissen die Mieter."

In der Jugendherberge soll im nächsten Jahr noch einmal Hand angelegt werden. Wer hier feiert, soll auch Übernachtungsmöglichkeiten haben. Es sei an drei Zimmer für sechs bis neun Personen gedacht. "Wir wollen die dafür vorhandenen Räume malern, Schränke und Betten reinstellen", beschreibt der Ortsvorsteher den überschaubaren Aufwand.

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