Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Liebenwaldes Sozialpädagoge berichtet

Rundgang durch die Schule: Direktorin Siegrid Pfuhl (rechts) zeigt den Ausschussmitgliedern die Unterrichtsräume.
Rundgang durch die Schule: Direktorin Siegrid Pfuhl (rechts) zeigt den Ausschussmitgliedern die Unterrichtsräume. © Foto: MZV
Volkmar Ernst / 08.09.2016, 23:55 Uhr
Liebenwalde (GZ) Der Start ins neue Schuljahr ist traditionell für die Mitglieder des Liebenwalder Sozialausschusses der Grund, die erste Sitzung nach der Sommerpause in der Grundschule Am Weinberg abzuhalten. Das war auch am Mittwoch wieder so. Gekoppelt ist der Besuch mit einem Rundgang durch die Bildungseinrichtung und einem Gespräch mit der Schulleiterin und dem Sozialarbeiter, um sich über Probleme zu informieren. Doch einen Anlass, Kritik vorzubringen, hatte Siegrid Pfuhl als Direktorin nicht. "Der Start ins neuen Schuljahr hat prima geklappt", so ihre knappe Einschätzung dazu. Die Räume seien nicht nur sauber hergerichtet worden, in einigen seien auch die Wände mit frischen Farben gestrichen und der Fußboden mit neuem Belag ausgestattet worden. "Da macht es Spaß, zu unterrichten", sagte sie. Freuen können sich die Kinder zudem über den neu angelegten Spiel- und Freizeitbereich, den sie in den Pausen nutzen können, um sich vom Unterricht zu erholen. Freitag soll er offiziell übergeben werden.

177 Kinder besuchen derzeit die Grundschule. Zehn Klassen gibt es, wobei in diesem Jahr nur eine erste Klasse eingerichtet werden konnte. Doch für das nächste Schuljahrs seien anhand der zu erwartenden Kinder wieder zwei erste Klassen geplant, konnte Siegrid Pfuhl berichten.

14 Lehrkräfte kümmern sich um das Wohl der Grundschüler, hinzu kommen eine Referendarin und Schulzozialarbeiter René Borisch, der seit dem 1. Februar das Kollegium unterstützt.

Er war dann auch der nächste, der den Kommunalpolitikern über seinen Einstieg und erste Erfahrungen berichtete. Immerhin hatte die Schulleitung über Jahre hinweg die Einsetzung des Schulsozialarbeiters gefordert. Da dies vom Kreis abgelehnt worden war, hatten die Liebenwalder Parlamentarier schließlich das Geld für die Stelle im städtischen Haushalt bewilligt.

Vorrangiger Arbeitsplatz für Borisch ist die Schule, wobei er auch die Verbindung zu den Kitas hält und in den Ferien im Jugendclub anzutreffen ist. "Ich wurde vom Kollegium sehr freundlich aufgenommen. Natürlich hat es etwas Zeit gebraucht, bis auch die Schüler mich kennengelernt haben und eine Vertrauensbasis entstanden ist. Aber inzwischen wissen sie, dass sie sich bei Problemen an mich wenden können", erzählte Borisch von seiner Arbeit. "Natürlich gehe ich bei handgreiflichen Auseinandersetzungen dazwischen. Da kann ich die Augen nicht schließen. Aber ich biete den Kindern auch Einzelgespräche an, um die vorhandenen Probleme zu verstehen und bei der Suche nach einer Lösung zu helfen", so der Pädagoge. Von Vorteil sei, dass durch seine Anwesenheit die Arbeit der Kollegen erleichtert werde. "Ich kann notfalls ein Kind aus dem Unterricht nehmen, damit der nicht weiter gestört wird", so Borisch. Schwierig sei allerdings, die Eltern mit ins Boot zu holen. Sie müssen mitarbeiten und ebenso umsetzen, was wir vereinbart haben. Klappe das nicht, sei der Weg zum Jugendamt die nächste Station.

Weitere Projekte, die Borisch anschieben möchte, sind die Ausbildung von Streitschlichtern, die Einrichtung eines Gruppenraums für seine Arbeit und eine Fortbildung zum Thema Sucht. "Hier geht es nicht um Alkohol oder andere Drogen, doch auch das Handy oder die Playstation können süchtig machen, auch schon Grundschulkinder", so seine Erklärung.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG