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Saniertes Gotteshaus in Klein Muckrow hat jetzt einen Namen / Taufe im Rahmen des Sommerkonzerts

Ein Ständchen für die Markuskirche

Cindy Teichert / 13.09.2016, 07:59 Uhr
Klein Muckrow (MOZ) Ein weiterer großer Schritt bei der Sanierung der Klein Muckrower Dorfkirche wurde am vergangenen Samstag abgeschlossen. Diese wurde in den letzten vier Jahren von Grund auf erneuert. Während einer feierlichen Zeremonie erhielt das kleine Gotteshaus nun einen Namen.

Im Beisein von Superintendent Frank Schürer-Behrmann und Pfarrerin Susanne Brusch enthüllte Eberhard Grünberg, Vorsitzender des Kirchenfördervereins Dorfkirche Klein Muckrow unter den Augen der vielen gespannten Besucher das Namensschild an der Kirche. "Markuskirche - Erbaut 1777 - Saniert 2012-2016" ist darauf zu lesen. Anschließend wurden die Anwesenden in die Kirche gebeten, wo mit der Altarweihe schon der nächste Höhepunkt wartete. Der neue Altar, ein modernes, schlichtes Bauwerk, das den Eindruck macht, als schwebe es über dem Boden, wurde von den Mitgliedern des Gemeindekirchenrates mit bunten Blumensträußen und Kerzen geschmückt. "Dieser Altar soll fortan als Tisch für das heilige Abendmahl dienen und Ort des Gebetes und Segens sein" so Superintendent Schürer-Behrmann, der sich freute, dass die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt war. Selbst wer im Gotteshaus keinen Platz mehr erhielt, musste nicht auf die Predigt verzichten, denn diese war dank moderner Technik auch auf der Kirchwiese zu hören.

In der Ansprache ging man natürlich dem Namen der Kirche auf den Grund und es galt herauszufinden, wer Markus war. Johannes Markus, Begleiter des Apostel Paulus verfasste nach kirchlicher Überlieferung das Markus-Evangelium. "Es ist das kürzeste, einfachste, urtümlichste und bescheidenste der vier Evangelien und ruft zu Nächstenliebe und Aufopferung auf" beschreibt Superintendent Schürer-Behrmann die kirchliche Schrift. "All diese Eigenschaften passen gut zu dieser kleinen Kirche." Im Markus-Evangelium ist auch das "Gleichnis vom Sämann" niedergeschrieben. Dieses steht im Hintergrund der Namensgebung, ist es doch im Eingangsbereich der kleinen Kirche in großen schmuckvollen Lettern an der Wand nachzulesen. Während des Gottesdienstes wurde die Geschichte des Sämann zudem beeindruckend von Lektor Werner Seipke vorgetragen. Gänsehaut bescherte auch der Soloauftritt von Marcel Kupke, Mitglied des Männerchores des MGV Germania 1885 Fürstenberg mit seiner gefühlvollen Version des Songs "Hallelujah" von Leonard Cohen. Zum Ende des Gottesdienstes ergriff der Fördervereinsvorsitzende Eberhard Grünberg noch einmal das Wort. "Dank kirchlicher und staatlicher Unterstützung, kleiner und größerer Spenden und besonders dank der vielen Helfer, die immer kräftig mit zupackten können wir heute stolz sagen: Wir haben unser Ziel erreicht" so Grünberg.

Direkt im Anschluss an den Gottesdienst startete bei sommerlichen Temperaturen das Sommerfest. Bei sommerlichen Temperaturen erfreuten das Brandenburgische Bläserquintett und der Männerchor des MGV Germania 1885 Fürstenberg die Besucher des Festes mit ihren Melodien. Und auch für das leibliche Wohl war gesorgt, denn die Frauen des Dorfes hatten wieder zahlreiche Kuchen und Torten gebacken.

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