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Claudia Grochowski neue Ortsvorsteherin von Malz

Mit neuem Mandat: Claudia Grochowski.
Mit neuem Mandat: Claudia Grochowski. © Foto: Friedhelm Brennecke/OGA
Friedhelm Brennecke / 16.09.2016, 06:12 Uhr
Malz (OGA) Claudia Grochowski (Bürgerbewegung Malz) heißt die neue Ortsvorsteherin von Malz. Die 50-Jährige erhielt am Mittwochabend in der Sitzung des Ortsbeirates zwei Stimmen, die von Michael Richter (SPD) und ihre eigene. Claudia Grochowski war bisher Stellvertreterin von Manfred Hartmann, der nach kurzer Krankheit am 6. August im Alter von nur 58 Jahren plötzlich verstorben ist.

Auch schon in der vorherigen Wahlperiode gehörte die Diplom-Finanzwirtin dem Ortsbeirat Malz an und war bereits damals Hartmanns Stellvertreterin. Die gebürtige Oberhausenerin lebt seit 1991 mit kurzen Unterbrechungen in Malz. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Töchtern. Claudia Grochowski arbeitet bei der Steuerfahndung Potsdam. Zu den ersten Gratulanten der neuen Ortsvorsteherin gehörten der Vorsitzende der Bürgerbewegung Malz, Gert Lippert, und Oranienburgs frühere Vize-Bürgermeisterin Kerstin Kausche (CDU).

Nachrückerin für Manfred Hartmann ist Susann Jähn, die auf der Liste der Bürgerbewegung bei der Kommunalwahl 2014 mit 58 die drittmeisten Stimmen erhielt. Wegen eines Reha-Aufenthalts konnte Susann Jähn an der Sitzung aber nicht teilnehmen. Die Bürgerbewegung, die bei der Kommunalwahl mit 445 Stimmen die Wahl vor der SPD mit 248 Stimmen gewonnen hatte, habe sich auf einer Mitgliederversammlung für Susann Jähn als Vize-Ortsvorsteherin ausgesprochen, sagte Claudia Grochowski.

Michael Richter, der auch Stadtverordneter ist, monierte dies. Er habe erwartet, dass die Bürgerbewegung nach der veränderten Situation in Malz auf ihn zugekommen wäre. Schließlich habe man für Malz gut zusammengearbeitet und gemeinsam auch einiges für den kleinsten Ortsteil erreicht. Richter erinnerte an den Ausbau der Dorfstraße, an den Anschluss an die Kanalisation und schließlich auch an den Erhalt der Grundschule Friedrichsthal.

Ihm persönlich hätten nach Manfred Hartmann die meisten Wähler 2014 ihr Vertrauen geschenkt, so Richter. Da es jetzt aber keinen Sinn mache, bei nur drei Sitzen im Ortsbeirat gegen die beiden Damen der Bürgerbewegung zu kandidieren, werde er sich der Stimme enthalten. Hauptamtsleiter Mike Wedel machte Grochowski und Richter aber darauf aufmerksam, dass Susann Jähn für ihre Wahl eine klare Mehrheit benötige. Dies sei bei einer Stimme und einer Enthaltung nicht möglich. Der Ortsbeirat verständigte sich darauf, die Wahl von Susann Jähn auf der nächsten Sitzung, an der sie teilnehme, erneut auf die Tagesordnung zu setzen.

Den geplanten Änderungen in der Kita-Satzung stimmte der Ortsbeirat zu. Was die soziale Infrastruktur betrifft, gehen die Meinungen allerdings noch auseinander. Sie begrüße zwar die Einsicht der Stadtverwaltung, dass es sinnvoller sei, in Friedrichsthal eine neue Grundschule zu bauen, als den Altbau zu erweitern. Allerdings befürchte sie, dass Friedrichsthal bereits vor 2021 größere Kapazitäten für die Grundschule benötige, betonte die neue Ortsvorsteherin. Deshalb lehne sie die aktuelle Vorlage ab. Michael Richter enthielt sich der Stimme mit Hinweis darauf, dass zur Thematik noch ein Sonderausschuss geplant sei. "Das ist auch gut so, denn es gibt noch viele offene Fragen zu der gesamten Studie", so Richter.

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