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SPD-Fraktion zieht Antrag zurück

© Foto: Katrin Hartmann
Katrin hartmann / 20.09.2016, 06:20 Uhr
Frankenfelde (MOZ) Die SPD-Fraktion hat ihren Antrag für den 3000 Euro Zuschuss der Stadt zur Erneuerung der Tür in der Frankenfelder Trauerhalle zurückgezogen. Die Trauerhalle befindet sich auf kirchlichem Grund und Boden, hatte Bürgermeister Uwe Siebert (parteilos) beim vergangenen Hauptausschuss in Wriezen mitgeteilt. Aus diesem Grund müsse der Antrag für den finanziellen Zuschuss auch vom zuständigen Pfarrsprengel Haselberg gestellt werden, so der Bürgermeister. Jutta Werbelow (SPD) zog den Antrag dementsprechend zurück und forderte den Pfarrsprengel auf, einen neuen Antrag an die Stadt Wriezen zu stellen.

Für Friedhelm Zapf (SPD)ist die Frage der Zuständigkeiten indes nicht geklärt. Die Trauerhalle stehe auf kirchlichem Grund und Boden, sagte der Stadtverordnete. Das Gebäude an sich gehört allerdings der Kommune, so der Frankenfelder. "Die Zugehörigkeiten wurden damals zwar besprochen, aber nie richtig zugeteilt", sagte Zapf. In der Trauerhalle werden seit ihres Bestehens auch nichtkirchliche Gemeindemitglieder verabschiedet. Ein Umstand, weshalb sich auch die Stadt an den Kosten beteiligen sollte, findet der Frankenfelder.

"Wir öffnen hier eine Büchse für zusätzliche Begehrlichkeiten", mahnte Uwe Siebert in der Hauptausschusssitzung. "Das war damals auch so beim Kirchenhof in Wriezen", so Siebert. Karla Stumpe (SPD) erinnerte indes an die Schwierigkeiten mit der Schulzendorfer Trauerhalle im vergangenen Jahr.

Für die Frankenfelder steht trotzdem fest: Es muss eine neue Tür her. Einen weiteren Winter werde das Tor nicht überstehen. Die marode Tür an der Trauerhalle wird derzeit, wenn sie geschlossen ist, nur mit einer Bank im Rahmen gehalten.

Die Mitglieder des Bauausschusses hatten sich den desolaten Zustand der Tür inzwischen angeschaut und eine finanzielle Unterstützung von 3000 Euro empfohlen.

Dieser Anteil ist allerdings nur ein Bruchteil für die Instandsetzungskosten, die an der Halle gemacht werden müssen. Zur Erhaltung sind Sanierungsarbeiten an Dach, Fassade, Innenputz und am Fußboden notwendig, hatten Friedhelm Zapf, Ortsvorsteher Ralf Heine sowie Pfarrer Christian Kohler ausgemacht. Die geschätzten Kosten liegen bei rund 12 000 Euro. Durch Spenden sowie Eigenleistungen könne der größte Teil der Kosten allerdings abgedeckt werden.

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